Beat

Spexx

- The Presets

Die Wie­ner Soft­ware-Schmie­de Re-Com­po­se ist für ihr in­no­va­ti­ves Kom­po­si­ti­ons­werk­zeug Li­quid No­tes be­kannt. Mit Spexx hat der Her­stel­ler nun sein ers­tes Ef­fekt-Plug-in vor­ge­legt – und die­ses hat es in sich! Der mo­du­la­re Spek­tra­l­ef­fekt bie­tet zwei Be­ar­bei­tungs­stu­fen. Die Rei­hen­fol­ge der ins­ge­samt sie­ben Ef­fekt­bau­stei­ne lässt sich da­bei frei an­pas­sen. In der Free­ze-Stu­fe wird so­zu­sa­gen ein „lang be­lich­te­tes spek­tra­les Bild“des Ein­gangs­si­gnals er­zeugt, das Sie mit den vier Mo­du­len Fo­cus, Fea­ze, De­cay und Dam­ping be­ar­bei­ten kön­nen. Das Er­geb­nis sind sehr dich­te Hall­ef­fek­te. Die fol­gen­den Mo­du­le Mir­ror, Pitch und Slo­pe wir­ken auf die­sen Schnapp­schuss und er­lau­ben dras­ti­sche spek­tra­le Ein­grif­fe. Pa­ra­me­ter­na­men wie „tem­po­ral gra­nu­la­ri­ty“und „spec­tral re­so­lu­ti­on“klin­gen nach Be­dien­ele­men­ten ei­ner Zeit­ma­schi­ne. Bei dem Plug-in be­stim­men Sie da­mit, wie schnell Spexx auf Pa­ra­me­te­rän­de­run­gen re­agiert so­wie die Auf­lö­sung der Spek­tra­l­ef­fek­te. Dar­über hin­aus bie­tet das Krea­tiv­werk­zeug ei­ne re­gel­ba­re Ein- und Aus­gangs­ver­stär­kung. Lei­der lässt sich die In­ten­si­tät der ver­schie­de­nen Ef­fek­te nicht in­di­vi­du­ell, son­dern nur glo­bal re­geln. Dank der über­sicht­li­chen, ska­lier­ba­ren Be­nut­zer­ober­flä­che ist die Be­die­nung von Spexx glück­li­cher­wei­se kei­ne Ra­ke­ten­wis­sen­schaft, son­dern fällt er­freu­lich in­tui­tiv aus.

Wenn Sie mit Spexx bei­spiels­wei­se ei­nen Hall­ef­fekt er­stel­len möch­ten, be­stim­men Sie mit dem De­cay-Mo­dul die Nach­hall­zeit und mit Dam­ping die Dämp­fung der Hö­hen und Bäs­se. Mit Fea­ze und Fo­cus kön­nen Sie dann das Fre­quenz­spek­trum des Hall­lef­fekts for­men. Be­son­ders ein­drucks­voll klingt es, wenn man die cha­rak­te­ris­ti­schen, lang aus­klin­gen­den Re­verb-Ef­fek­te von Spexx mit dras­ti­schen Spek­tral­ma­ni­pu­la­tio­nen kom­bi­niert. Pa­ra­me­te­rän­de­run­gen der Ef­fekt­mo­du­le ge­lin­gen da­bei in Echt­zeit oh­ne Ar­te­fak­te. In­so­fern las­sen sich be­son­ders span­nen­de und ex­pres­si­ve Re­sul­ta­te er­zie­len, wenn man die Klang­pa­ra­me­ter au­to­ma­ti­siert oder mit ei­nem MIDI-Con­trol­ler steu­ert. Scha­de nur, dass Spexx kei­ne ei­ge­nen Mo­du­la­ti­ons­werk­zeu­ge be­sitzt, wie z. B. LFOs, Hüll­kur­ven­fol­ger oder Step-Se­quen­zer. Die von uns ge­tes­te­te Ver­si­on kam zu­dem noch oh­ne Pre­sets aus, die­se sind al­ler­dings be­reits in Ar­beit. Um sich ein Bild von dem enor­men Krea­tiv­po­ten­zi­al des Plug-ins zu ma­chen, emp­feh­len wir Ih­nen ein An­tes­ten der De­mo­ver­si­on.

Fa­zit

Wäh­rend man­che Spek­tra­l­ef­fek­te eher dünn und künst­lich klin­gen, be­geis­tert Spexx mit ei­nem or­ga­ni­schen und vol­len Sound. In un­se­rem Test zeig­te sich das Plug-in als groß­ar­ti­ge krea­ti­ve Spiel­wie­se für Sound­de­si­gner: Sein Re­per­toire reicht von at­mo­sphä­risch dich­ten Hall­ef­fek­ten mit ei­gen­stän­di­gem Klang­cha­rak­ter über mar­kan­te Pitch- und Mo­du­la­ti­ons­ef­fek­te bis hin zu me­tal­li­schen Tex­tu­ren. Das Werk­zeug macht da­bei so­wohl auf per­kus­si­vem als auch me­lo­di­schem Ma­te­ri­al ei­ne gu­te Fi­gur. Dank sei­ner erst­klas­si­gen Au­di­o­qua­li­tät, sei­nes mu­si­ka­li­schen Klangs so­wie der ein­fa­chen Be­die­nung ist Spexx oh­ne Zwei­fel ei­ner der bes­ten der­zeit er­hält­li­chen Spek­tra­l­ef­fek­te.

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