Beat

In­halts­ver­zeich­nis TO­TAL FX

TO­TAL FX VER­FEI­NERN. VER­EDELN, VER­FREM­DEN. TRACKS VOLL­ENDEN MIT EF­FEK­TEN

- Von Mar­co Sche­rer und Ma­rio Schu­ma­cher Nashville Sounds · Unilever NV · York · Auch · Ableton Live · Ableton · The Saturn Corporation · LESTO

Kei­ne Fra­ge, ein pfif­fi­ger Ef­fekt-Ein­satz kann Tracks so rich­tig zum Le­ben er­we­cken. Ob Sie Ih­re Sounds sub­til ver­edeln, auf ori­gi­nel­le Wei­se ver­frem­den oder so rich­tig durch die Ef­fekt-Man­gel dre­hen ­möch­ten: In un­se­rem gro­ßen Spe­zi­al er­fah­ren Sie, wie Sie mehr aus Free­ware-Plug-ins so­wie den Bord­ef­fek­ten Ih­rer DAW her­aus­ho­len und die­se krea­tiv ein­set­zen. Dar­über hin­aus zei­gen wir Ih­nen, wie Sie De­lay, Hall, Dy­na­mik­pro­zes­so­ren, Mo­du­la­ti­ons-Ef­fek­te, Ver­zer­rer & Co. ge­schickt kom­bi­nie­ren, um auf­re­gen­de Spe­zi­al­ef­fek­te zu er­zeu­gen.

Kei­ne Fra­ge, ein pfif­fi­ger Ef­fekt­ein­satz kann Tracks so rich­tig zum Le­ben er­we­cken. Ob Sie Ih­re Sounds sub­til ver­edeln, auf ori­gi­nel­le Wei­se ver­frem­den oder so rich­tig durch die akus­ti­sche Man­gel dre­hen möch­ten: In un­se­rem gro­ßen ­Spe­zi­al er­fah­ren Sie, wie Sie mehr aus Free­ware-Plug-ins so­wie den Bord­ef­fek­ten Ih­rer DAW her­aus­ho­len und die­se krea­tiv ein­set­zen. Dar­über hin­aus zei­gen wir Ih­nen, wie Sie De­lay, Hall, Dy­na­mik­pro­zes­so­ren, ­Mo­du­la­ti­ons­ef­fek­te, Ver­zer­rer & Co. ge­schickt kom­bi­nie­ren, um auf­re­gen­de Spe­zi­al­ef­fek­te zu er­zeu­gen.

Mo­der­ne DAWs brin­gen be­reits von Haus aus ei­nen rie­si­gen Fun­dus hoch­wer­ti­ger Ef­fek­tPlug-ins mit. Das An­ge­bot reicht da­bei von Equa­li­zern, Fil­tern und Dy­na­mik­pro­zes­so­ren über De­lay, Hall, Mo­du­la­ti­ons­ef­fek­te und Psy­cho­akus­tik­pro­zes­so­ren wie Exci­ter und En­han­cer bis hin Ver­zer­rern, Sound­zer­stö­rern und Krea­tiv-Tools. Falls Ih­nen das nicht aus­reicht, gibt es ei­ne gi­gan­ti­sche Aus­wahl frei er­hält­li­cher und kom­mer­zi­el­ler Ef­fek­tPlug-ins von Stan­dards bis hin zu ex­pe­ri­men­tel­len Klang­ver­bie­gern und -zer­stö­rern. Ein we­nig Know­how und die rich­ti­ge Idee ist da­bei al­les, was man braucht, um Tracks zu ver­edeln und mit pa­ckend in­sze­nier­ten Sounds zu gar­nie­ren. Auf den fol­gen­den Sei­ten er­fah­ren Sie nicht nur, wel­che Ef­fekt­kom­bi­na­tio­nen Sie un­be­dingt ein­mal aus­pro­bie­ren soll­ten, son­dern er­hal­ten auch zahl­rei­che Tipps und Tricks, wie Sie mehr aus Ef­fekt­stan­dards her­aus­ho­len. Wir wün­schen viel Spaß beim Ex­pe­ri­men­tie­ren!

Se­ri­ell vs par­al­lel

Wie bei klas­si­schen Misch­pul­ten las­sen sich Ef­fek­te in der DAW auf zwei ver­schie­de­ne Wei­se ein­bin­den: Bei In­sert-Ef­fek­ten durch­lau­fen Au­dio­si­gna­le den Ef­fekt kom­plett. Das Ori­gi­nal­si­gnal wird bei die­ser se­ri­el­len Si­gnal­füh­rung ganz durch das be­ar­bei­te­te Ma­te­ri­al er­setzt. Ty­pi­sche Ver­tre­ter von In­sert-Ef­fek­ten sind z. B. Dy­na­mik­pro­zes­so­ren wie Kom­pres­sor, Li­mi­ter und Ex­pan­der. Bei Send-Ef­fek­ten wird der be­ar­bei­ten­de Ef­fekt dem Ori­gi­nal bei­ge­mischt. Die­se par­al­le­le Si­gnal­füh­rung ist für Ef­fek­te sinn­voll, die das Ori­gi­nal nicht er­set­zen, son­dern nur klang­lich er­wei­tern oder er­gän­zen sol­len, wie al­le Ar­ten von Mo­du­la­ti­ons- und Ver­zö­ge­rungs­ef­fek­ten. Es lohnt sich, mit ver­schie­de­nen Ef­fekt­ver­schal­tun­gen zu ex­pe­ri­men­tie­ren: Wenn Sie z. B. ein Hoch­pass und ein Tief­pass­fil­ter in Se­rie schal­ten, er­hal­ten Sie ein Band­pass­fil­ter. Schal­ten Sie die­se par­al­lel, re­sul­tiert dar­aus ein Kerb­fil­ter (Notch-Fil­ter). Auch kann es ei­nen gro­ßen Un­ter­schied ma­chen, ob man De­lays ver­hallt, oder ein ver­hall­tes Si­gnal in ei­nen De­lay-Ef­fekt schickt. Sehr be­liebt ist auch die so­ge­nann­te Par­al­lel­kom­pres­si­on oder auch New-York-Kom­pres­si­on: Bei die­ser wird der Kom­pres­sor, ein klas­si­scher se­ri­el­ler Ef­fekt, par­al­lel ein­ge­bun­den, um glei­cher­ma­ßen Druck und Trans­pa­renz des Au­dio­ma­te­ri­als zu be­wah­ren.

Mul­ti­band-Be­ar­bei­tung

Auch ei­ne Mul­ti­band-Be­ar­bei­tung er­öff­net ein gro­ßes Spiel­feld für krea­ti­ve An­wen­dun­gen: Da­für wird das Au­dio­si­gnal in meh­re­re Fre­quenz­bän­der un­ter­teilt, die sich un­ab­hän­gig von­ein­an­der be­ar­bei­ten las­sen. Ei­ne klas­si­sche An­wen­dung ist die Mul­ti­band­kom­pres­si­on. Durch ei­ne in­di­vi­du­el­le Kom­pres­si­on der ver­schie­de­nen Fre­quenz­bän­der wie Bäs­se, Mit­ten und Hö­hen las­sen sich Pe­gel und Dy­na­mik, aber auch das Fre­quenz­bild ei­nes Si­gnals sehr fle­xi­bel an­pas­sen. Aber nicht nur bei der Kom­pres­si­on spie­len Mul­ti­band-Pro­zes­so­ren ih­re Stär­ken aus: Mitt­ler­wei­le gibt es auch ein wach­sen­des An­ge­bot an Tran­si­en­ten-Tools, Ver­zer­rer und Si­de­chain-Pro­zes­so­ren, die ei­ne se­pa­ra­te Be­ar­bei­tung ver­schie­de­ner Fre­quenz­bän­der ge­stat­ten. Die Soft­ware-Schmie­de Mel­da Pro­duc­tion über­trägt das Mul­ti­band-Kon­zept so­gar auf De­lay, Hall- und Mo­du­la­ti­ons­ef­fek­te und vie­les mehr. Viel­schich­ti­ge Krea­ti­ve­f­fek­te sind so ein Kin­der­spiel.

M/S-Be­ar­bei­tung

Sie möch­ten bei dem Hal­l­an­teil ei­ner In­stru­men­ten­auf­nah­me die tie­fen Fre­quen­zen ab­sen­ken oder das Mit­ten- und Sei­ten­si­gnal ei­nes Ste­reo-­Mi­xes

­in­di­vi­du­ell mit ei­nem Equa­li­zer oder Kom­pres­sor be­ar­bei­ten? Dies sind nur zwei der viel­fäl­ti­gen An­wen­dung des M/S-Ver­fah­rens. Bei die­sem wird das Ste­reo­si­gnal nicht in ei­nen lin­ken und ei­nen rech­ten, son­dern in Mit­ten- und Sei­ten­ka­nä­le auf­ge­teilt. So­mit las­sen sich üb­li­cher­wei­se in der Mit­te plat­zier­te Sounds wie Kick, Bass oder Vo­cals ge­ziel­ter be­ar­bei­ten als bei der Ste­reo­sum­me. Eben­so kön­nen ex­tre­me Ste­reo­ef­fek­te über die Sei­ten­ka­nä­le ein­ge­dämmt oder noch er­wei­tert wer­den, oh­ne die Mit­te zu be­ein­flus­sen. Da­zu be­nö­ti­gen Sie nicht zwin­gend spe­zia­li­sier­te M/S-Plug-ins wie den Equa­li­zer brain­worx bx_­di­gi­tal v3. Mit dem frei er­hält­li­chen Vo­xen­go MSED [1] kön­nen Sie das Ste­reo­si­gnal ganz ein­fach in die Mit­ten- und Sei­ten­ka­nä­le auf­split­ten und die­se se­pa­rat mit den Plug-ins Ih­rer Wahl be­ar­bei­ten.

Be­we­gung im Klang­ge­sche­hen

Ein wei­te­rer be­währ­ter Weg, um mehr aus be­währ­ten Ef­fek­ten her­aus­zu­ho­len, ist die Mo­du­la­ti­on aus­ge­wähl­ter Pa­ra­me­ter. Steu­ert man z. B. die Cu­toff-Fre­quenz ei­nes Tief­pass­fil­ters mit ei­nem LFO, Step-Se­quen­zer oder En­ve­l­o­pe-Fol­lo­wer, ist ei­ne gro­ße Band­brei­te an Ef­fek­ten mög­lich: von flie­ßen­den Fil­ter­fahr­ten über Au­to-Wah- und Wob­b­le-Ef­fek­ten bis hin zu ag­gres­si­ven Bit­crus­her-ar­ti­gen Ef­fek­ten. Vie­le Plug-ins brin­gen be­reits ent­spre­chen­de Mo­du­la­to­ren mit, wie z.B. der Fil­ter­ef­fekt Su­gar By­tes WOW2, der Dis­tor­ti­on-Spe­zia­list Fa­bFil­ter Sa­turn oder das auf rhyth­mi­sche Mo­du­la­tio­nen spe­zia­li­sier­te Krea­tiv­werk­zeug Out­put Mo­ve­ment. DAWs wie Able­ton Li­ve, Bit­wig Stu­dio und Pro­pel­ler­head Rea­son er­lau­ben so­gar, Plug-in-Pa­ra­me­ter Ih­rer Wahl mit bord­ei­ge­nen Mo­du­la­to­ren wie Hüll­kur­ven, LFOs, En­ve­l­o­pe-Fol­lo­wer und Step-Se­quen­zer zu steu­ern. Falls Ih­re DAW kei­ne ent­spre­chen­de Funk­tio­na­li­tät mit­bringt, kön­nen Sie sich mit Plug-ins wie MuTools Mux Mo­du­lar [2] be­hel­fen: In die­sem Werk­zeug kön­nen Sie be­lie­bi­ge VST-Plug-ins la­den und die­se nach Be­lie­ben ver­knüp­fen und mo­du­lie­ren. Be­son­ders emp­feh­lens­wert sind das frei er­hält­li­che Plug-in VCV Rack [3] so­wie das kom­mer­zi­ell er­hält­li­che Krea­tiv­kraft­werk Vol­ta­ge Mo­du­lar [4]. In die­sen vir­tu­el­len Mo­du­lar­sys­te­men kön­nen Sie nicht nur den Ef­fekt­pro­zes­sor Ih­rer Träu­me bas­teln, son­dern auch Plug-ins von Dritt­an­bie­tern ein­bin­den. Dass sich die Plug-in-Pa­ra­me­ter bei bei­den Mo­du­lar­sys­te­men auch mo­du­lie­ren las­sen, ist na­tür­lich Eh­ren­sa­che! Da­bei sind so­gar wil­de Mo­du­la­tio­nen im Au­dio­be­reich mög­lich.

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