Lau­mann er­obert ei­ne po­li­ti­sche Markt­lü­cke

Bergische Morgenpost Hueckeswagen - - Stimme Des Westens - VON THO­MAS REISENER NRW ZAHLT SCHUL­GELD . . ., TITELSEITE

Mit der weit­ge­hen­den Über­nah­me der Aus­bil­dungs­kos­ten für Kran­ken­gym­nas­ten und an­de­re nicht­aka­de­mi­sche Ge­sund­heits­aus­bil­dun­gen baut NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Jo­sef Lau­mann sei­nen po­li­ti­schen Mar­ken­kern aus: die Stär­kung der An­ge­bots­sei­te im Ge­sund­heits­we­sen.

Ge­ne­ra­tio­nen von Ge­sund­heits­po­li­ti­kern ha­ben sich an Ver­tei­lungs­fra­gen ab­ge­ar­bei­tet und wur­den da­bei zwi­schen den mäch­ti­gen In­ter­es­sen­grup­pen des Ge­sund­heits­we­sens auf­ge­rie­ben. Denn letzt­lich muss­ten sie da­bei im­mer ge­gen ir­gend­wen Po­li­tik ma­chen. Lau­manns Markt­lü­cke hin­ge­gen bringt ihm kaum Geg­ner ein, weil sein Kampf für mehr An­ge­bot zu­nächst nie­man­dem scha­det. So setz­te er der Land­flucht der Ärz­te ei­ne Lan­d­arzt­quo­te ent­ge­gen, kämpft für mehr am­bu­lan­te The­ra­pie-An­ge­bo­te für psy­chisch kran­ke Kin­der, will dem Pfle­ge­not­stand mit bes­se­ren Ar­beits­be­din­gun­gen be­geg­nen und – ak­tu­ells­tes Bei­spiel – den dro­hen­den Eng­pass bei nicht­aka­de­mi­schen Ge­sund­heits­be­ru­fen mit Aus­bil­dungs­zu­schüs­sen ab­wen­den.

Al­ler­dings muss Lau­mann ir­gend­wann auch mal zei­gen, dass er spa­ren kann. Die­se Be­wäh­rungs­pro­be steht noch aus.

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