Der Ge­mein­schafts­sinn wächst wie­der

Das Ge­mein­schafts­ge­fühl in der Stadt wur­de durch das Alt­stadt­fest deut­lich ge­stärkt. Auch in­ter­kom­mu­nal geht es vor­an: Der Wert­stoff­hof öff­net sich ab so­fort kos­ten­frei auch al­len Ra­de­vorm­wal­dern.

Bergische Morgenpost Hueckeswagen - - Hückeswagen -

Ju­bel, Tru­bel, Hei­ter­keit – was doch arg kli­schee­haft klingt, trifft auf Hü­ckes­wa­gen in die­sen tru­be­li­gen Ta­gen aber im äu­ßerst po­si­ti­ven Sin­ne durch­aus zu. Die Schloss-Stadt kommt aus dem Fei­ern kaum mehr her­aus. Zwei Ta­ge Alt­stadt­fest – die wa­ren schon an­stren­gend für vie­le Be­tei­lig­te, die sich ganz un­ei­gen­nüt­zig und frei­wil­lig in den Di­enst ei­ner gu­ten Sa­che ge­stellt ha­ben.

Und an die­sem Wo­che­n­en­de nun schon der nächs­te Hö­he­punkt: Ges­tern Abend spiel­te Guil­do Horn vorm Schloss und wird bei gu­tem Wet­ter si­cher vie­le Be­su­cher an­ge­lockt ha­ben. Die Stadt lebt, und das ho­no­rie­ren die Men­schen, in­dem sie zahl­reich zu den Ver­an­stal­tun­gen strö­men. Der Zu- sam­men­halt wird wie­der grö­ßer, das Ge­mein­schafts­ge­fühl wächst. Ein po­si­ti­ves Zei­chen für die Stadt, für al­le Bür­ger, für die Ge­sell­schaft.

Vor­sich­tig op­ti­mis­tisch blickt die Polizei auf die Halb­jah­res­zah­len, was Un­fäl­le und Ein­brü­che in der Schloss-Stadt und im ge­sam­ten Ober­ber­gi­schen Kreis be­trifft. Die stän­di­gen Kon­trol­len, die stän­di­ge An­spra­che und auch die durch­aus re­strik­ti­ven Stra­fen nach Ver­stö­ßen dürf­ten der Grund da­für sein, dass es bis­lang auf den Stra­ßen der Schloss­Stadt zu­min­dest kei­ne si­gni­fi­kan­te Stei­ge­rung der Un­fall­zah­len ge­ge­ben hat. Auch der Um­stand, dass der Bi­ker-Treff am Be­ver-Damm nicht mehr in der al­ten Form exis- tiert, dürf­te vie­le Bi­ker da­von ab­ge­hal­ten ha­ben, ins Ber­gi­sche zu fah­ren. Die An­woh­ner wer­den es mit Wohl­wol­len und Zuf­rie­den­heit zur Kennt­nis neh­men, denn sie sind die Leid­tra­gen­den, wenn die Krad­fah­rer laut­stark die Ein­flug­schnei­sen in Rich­tung Hü­ckes­wa­gen nut­zen.

Die Be­deu­tung des Wert­stoff­hofs An der Schloss-Fa­b­rik er­fuhr die­se Wo­che ei­ne deut­li­che Auf­wer­tung: Denn ab so­fort dür­fen auch al­le Ra­de­vorm­wal­der ih­re Grün­ab­fäl­le und ih­ren Sperr­müll in Hü­ckes­wa­gen ent­sor­gen. Was bis­lang nur ge­gen Be­zah­lung mög­lich war, geht nun ganz un­bü­ro­kra­tisch und kos­ten­frei. Der Ber­gi­sche Ab­fall­wirt­schafts­ver­band und die Stadt­ver­wal­tung der Nach­bar­kom­mu­ne ha­ben sich auf ei­ne ent­spre­chen­de Re­ge­lung ge­ei­nigt. Wenn das mal nicht bür­ger­freund­lich ist... Schließ­lich be­trifft das The­ma Müll je­den Bür­ger. Und es gibt nichts Är­ger­li­che­res, als ta­ge- oder wo­chen­lang auf die be­an­trag­te Sperr­müll­ab­fuhr war­ten zu müs­sen. Jetzt kön­nen sich die Ra­der di­rekt von ih­rem Sperr­müll tren­nen – und sind künf­tig ge­nau­so gut auf­ge­stellt wie die Hü­ckes­wa­ge­ner. Und die neue Ko­ope­ra­ti­on zeigt auch, dass die in­ter­kom­mu­na­le Zu­sam­men­ar­beit im Ber­gi­schen wei­ter wächst und ge­deiht. Ein po­si­ti­ves Zei­chen für al­le, die an dem Ent­wick­lungs­pro­zess be­tei­ligt sind.

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