Die To­ten Ho­sen wol­len sich wei­ter po­li­tisch äu­ßern

Bergische Morgenpost Hueckeswagen - - Kultur -

(hpaw) Auch die To­ten Ho­sen spü­ren das auf­ge­la­de­ne po­li­ti­sche Kli­ma. Das sag­te Front­mann Cam­pi­no an­läss­lich des Tour­fi­na­les an die­sem Wo­che­n­en­de. „Wir krie­gen mit, dass Po­pu­lis­ten und Ex­tre­mis­ten welt­weit an Raum ge­win­nen.“Das wir­ke sich na­tür­lich auch auf die Kon­zer­te aus. Ein Song wie„Will­kom­men in Deutsch­land“, den man jah­re­lang ge­spielt ha­be, ent­wick­le im ak­tu­el­len Kli­ma noch mal „ei­nen an­de­ren Druck“. Der Song be­ginnt mit denWor­ten: „ Dies ist das Land, in dem man nicht ver­steht, dass ‚fremd’ kein Wort für ‚feind­lich’ ist.“

Die To­ten Ho­sen tra­ten im April erst­mals in Chi­na auf und er­leb­ten zen­sier­te Set­lis­ten. Beim „#wir­s­ind­mehr“-Kon­zert in Chem­nitz en­ga­gier­ten sie sich ge­gen rechts. Front­mann Cam­pi­no er­hielt für Kri­tik an den Rap­pern Fa­rid Bang und Kol­le­gah für de­ren text­li­che Ent­glei­sun­gen viel Bei­fall. Die Band wol­le sich wei­ter po­li­tisch äu­ßern, „wenn es dring­lich wer­de“, so Cam­pi­no.We­gen Chem­nitz oder der AfD müs­se kei­ner die gan­ze Zeit mit ge­senk­tem Kopf her­um­lau­fen. Es ge­be auch noch an­de­re The­men.

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