Hick-Hack um Lo­ches-Platz scha­det dem Image der Stadt

Das po­li­ti­sche Ge­zer­re um die Lo­ches-Platz-Be­bau­ung dringt nach au­ßen. Es scha­det dem Image der Stadt. Ein In­ves­tor, der hier an­sie­deln woll­te, ist schon ab­ge­sprun­gen. Das ist ein alar­mie­ren­des Zei­chen. Kei­ne neu­en Hür­den für das Lo­ches-Platz-Pro­jekt!

Bergische Morgenpost Hueckeswagen - - Wermelskirchen -

Wer­mels­kir­chen steht im Wett­be­werb mit an­de­ren Kom­mu­nen. Will jun­ge Fa­mi­li­en an­lo­cken, die In­fra­struk­tur ver­bes­sern und sich als bes­te Kom­mu­ne im Kreis po­si­tio­nie­ren, wie es CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Chris­ti­an Kli­cki for­mu­lier­te. Doch Dis­kus­sio­nen wie in der jüngs­ten Sit­zung für Stadt­ent­wick­lung und Ver­kehr sind nicht gera­de för­der­lich für ein in­ves­to­ren­freund­li­ches Image. Si­cher­lich hat je­de Frak­ti­on das gu­te Recht, kri­tisch nach­zu­ha­ken und auf mög­li­che Fall­stri­cke in Ver­fah­ren hin­zu­wei­sen.

Die WNKUWG sieht sich als An­walt der Bür­ger und nimmt oft die­se Rol­le des kri­ti­schen Be­glei­ters ein. Das ist ihr gu­tes Recht, und oft legt sie auch zu­recht den Fin­ger in die Wun­de. Aber in Sa­chen Lo­ches-Platz schießt sie über das Ziel hin­aus. Es ist zu spät, jetzt noch ein­mal nach zu kar­ten.

Die lan­ge Lis­ten an Fra­gen zu ei­ner mög­li­chen Aus­wei­tung des Be­bau­ungs­plans um die Grund­stü­cke Eich 12,12a und 14 b und in Sa­chen Kla­ge ge­gen das Pro­jekt ist zu die­sem Zeit­punkt fehl am Plat­ze. Mit Kla­gen ist je­der­zeit zu rech­nen, sie und de­ren Aus­gang sind ein nicht kal­ku­lier­ba­res Ri­si­ko.

Ein zä­hes Wenn und Aber scha­det nicht nur der zü­gi­gen Rea­li­sie­rung des Vor­ha­bens, das po­li­tisch längst auf die Schie­ne ge­setzt wur­de. Es er­weckt auch den Ein­druck, dass man als In­ves­tor in Wer­mels­kir­chen ei­gent­lich nicht will­kom­men ist, dass wohl im­mer mit Wi­der­stän­den zu rech­nen ist. Nach In­for­ma­tio­nen die­ser Zei­tung hat be­reits ein In­ves­tor ei­nen Rück­zie­her ge­macht. Mit dem Hin­weis, hier lau­fe al­les mehr als schlep­pend. Den Ma­kel der In­ves­to­ren- feind­lich­keit wird man als Stadt nicht mehr so schnell los, selbst wenn es Po­si­tiv­bei­spie­le gibt, dass an­de­re Pro­jek­te hier rei­bungs­los lau­fen.

Bür­ger wün­schen sich ein bes­se­res An­ge­bot der Le­bens­mit­tel­ver­sor­gung in der In­nen­stadt, vor al­lem Äl­te­re, die das Zen­trum als Wohn­ort wäh­len. Die be­reits sehr aus­ge­reif­te Pla­nung des Pro­jekts soll­te der In­ves­tor um­set­zen kön­nen. Vi­el­leicht kann er dann als Mul­ti­pli­ka­tor den Ima­ge­scha­den zu­min­dest et­was be­he­ben.

Gel­be Ton­ne oder lie­ber gel­ber Sack? Das sei ei­ne Glau­bens­fra­ge, sag­te Burk­hard Rös­ner, Ge­schäfts­füh­rer des Ber­gi­schen Trans­port­ver­ban­des, in der Sit­zung des Haupt- und Fi­nanz­aus­schus­ses, oh­ne ei­ne Va­ri­an­te als die bes­se­re zu emp­feh­len. Die Po­li­tik soll nun ih­ren Wunsch äu­ßern. Nur nicht ein Misch­sys­tem, das be­sche­re Cha­os, so Rös­ner. Doch in an­de­ren Kom­mu­nen wird das Sys­tem par­al­lel ge­fah­ren. So hat die Stadt Strae­len im Kreis Kle­ve die gel­be Ton­ne als Haupt­ent­sor­gungs-Ge­fäß und zu­sätz­lich, gleich­sam als Ser­vice­an­ge­bot an die Bür­ger, auch die gel­ben Sä­cke, wenn der Platz für die Ton­ne fehlt, wenn mal mehr Ver­pa­ckungs­müll an­fällt.

Der Rhei­nisch-Ber­gi­sche Kreis soll ein mög­lichst ein­heit­li­ches Sys­tem ha­ben. Die bei­den Kom­mu­nen, die die gel­be Ton­ne ha­ben, möch­ten nicht wech­seln, so Rös­ner. Kein Wun­der, die gel­be Ton­ne ist klar die sau­be­re­re, hy­gie­ni­sche­re und ein­fa­cher zu hand­ha­ben­de Sa­che. Wer sie ein­mal hat­te, möch­te sie nicht mehr mis­sen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.