Kreis­tag be­schließt Haus­halt – Son­der­zah­lung an Städ­te

Bergische Morgenpost Hueckeswagen - - Wermelskirchener Anzeiger -

(pd) Der Kreis­tag hat mit brei­ter Mehr­heit von CDU, SPD, Bünd­nis 90/Die Grü­nen, FDP und mit­te­rechts den Haus­halt für das Jahr 2019 be­schlos­sen. Die Kreis­um­la­ge, al­so der kom­mu­na­le Steu­er­an­teil, den die Städ­te und Ge­mein­den an den Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis über­wei­sen, bleibt mit 35,5 Pro­zent sta­bil. Dar­über hin­aus ent­las­te der Kreis die Kom­mu­nen durch dieWei­ter­rei­chung der Um­la­ge­sen­kung des Land­schafts­ver­bands Rhein­land in Hö­he von 1,2 Mil­lio­nen, teilt die Kreis­ver­wal­tung mit. Die­sen Bei­trag des Krei­ses hat­te Land­rat Ste­phan San­tel­mann be­reits bei der Haus­halts­ein­brin­gung An­fang Ok­to­ber an­ge­kün­digt.

Ei­ne wei­te­re Un­ter­stüt­zung der Haus­hal­te von Städ­ten und Ge­mein­den be­schloss der Kreis­tag auf An­trag von CDU und Bünd­nis 90/Die Grü­nen. Soll­ten die Kom­mu­nen durch ei­ne Än­de­rung des Grund­ge­set­zes nicht hö­he­re Um­satz­steu­er­an­tei­le von 2,4 Mil­lio­nen Eu­ro durch den Bund er­hal­ten, wird der Kreis ein­sprin­gen und ei­nen Teil der Min­der­ein­nah­men in Form ei­ner wei­te­ren Ein­mal­zah­lung von 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro aus­glei­chen. Da­durch sol­len die kreis­an­ge­hö­ri­gen Städ­te und Ge­mein­den nicht nur Pla­nungs­si­cher­heit er­hal­ten, son­dern auch ent­las­tet wer­den.

Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Jo­han­nes Dün­ner ver­wies in sei­ner Haus­halts­re­de auf die Dis­kus­si­on mit den Bür­ger­meis­tern und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den in den Rä­ten über die nun be­schlos­sen Ent­las­tun­gen der Kom­mu­nen und hob zu­dem her­vor, dass„der Kreis­um­la­ge­satz sta­bil bei 35,5 Pro­zent bleibt.“Für die Frak­ti­on der SPD er­klär­te de­ren Vor­sit­zen­der Ger­hard Zorn: „Wir sind da­für, je­de Sen­kung der LVR-Um­la­ge­sät­ze 1:1 an die Kom­mu­nen wei­ter­zu­ge­ben. Auch der wei­te­ren Ein­mal­zah­lung stim­men wir zu.“Durch die Ent­las­tun­gen der Städ­te und Ge­mein­den er­wei­se sich der Rhei­nisch-Ber­gi­sche Kreis als zu­ver­läs­si­ger und be­re­chen­ba­rer Part­ner der Kom­mu­nen, mach­te die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de von Bünd­nis 90/Die Grü­nen, Ur­su­la Eh­ren deut­lich. Die­se Mei­nung ver­trat auch Micha­el Be­cker, der Frak­ti­ons- vor­sit­zen­de der FDP: „Wir stim­men dem Haus­halt zu, weil er den Kom­mu­nen Spiel­raum gibt und wir uns als Kreis im­mer be­mü­hen, Mit­tel an die Kom­mu­nen wei­ter­zu­ge­ben.“Den „so­li­den Haus­halt“lob­te Hen­ning Reh­se für die Grup­pe der Frei­en­Wäh­ler. Die Ent­las­tung der Kom­mu­nen in Hö­he von 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro lehn­te Micha­el Schnei­der für Die Lin­ke ab und for­der­te, das Geld zu nut­zen, um Rück­la­gen zu bil­den.

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