Ei­ne un­ver­wüst­li­che Ko­mö­die in fri­scher Ins­ze­nie­rung

Bergische Morgenpost Radevormwald - - RADEVORMWALD -

Der Klas­si­ker „Floh im Ohr“von Ge­or­ges Fey­deau kommt im Bür­ger­haus auf die Büh­ne, auf­ge­führt vom Rhei­ni­schen Lan­des­thea­ter Neuss.

RA­DE­VORM­WALD (s-g) Die­se Ko­mö­die hat schon fast 150 Jah­re auf dem Bu­ckel, aber rund um die Welt la­chen die Men­schen im­mer noch über „Floh im Ohr“von Ge­or­ges Fey­deau (1862-1921). Er er­schuf ei­ne der tur­bu­len­tes­ten Ver­wechs­lungs­ko­mö­di­en der Thea­ter­ge­schich­te, in de­ren Ver­lauf nicht nur die ein­zel­nen Per­so­nen auf­grund di­ver­ser Ver­wir­run­gen, son­dern auch ein gro­ßes Bett ins Ro­tie­ren ge­ra­ten. Ein ga­ran­tiert zeit­los ko­mi­sches Thea­ter­ver­gnü­gen. Ge­or­ges Fey­deau gilt ne­ben Mo­liè­re als ei­ner der er­folg­reichs­ten fran­zö­si­schen Ko­mö­di­en­au­to­ren. Nun kommt die­ses ewi­ge Zug­stück auf die Büh­ne in Ra­de­vorm­wald. Am Mitt­woch, 23. Mai, um 19.30 Uhr, führt es das Rhei­ni­sche Lan­des­thea­ter Neuss im Bür­ger­haus auf.

Ein Päck­chen Ho­sen­trä­ger, ver­schickt aus dem Ho­tel „Zur zärt­li­chen Mie­ze­kat­ze“, schafft mäch­tig Ver­wir­rung. Ray­mon­de schließt dar­aus, dass ihr Ehe­mann Vic­tor-Em­ma­nu­el sie in die­sem Eta­blis­se­ment hin­ter­geht. Sie und ih­re Freun­din Lu­ci­en­ne wol­len ihn mit­tels ei­nes an­ony­men Lie­bes­brie­fes in dem Ho­tel über­füh­ren. Vic­tor-Em­ma­nu­el glaubt nicht, dass der Lie­bes­brief (ge­schrie­ben von Lu­ci­en­ne) für ihn ist und gibt in an Tour­nel (ei­nen no­to­ri­schen Frau­en­hel­den) wei­ter, der sich um­ge­hend ins Ho­tel be­gibt. Der Lie­bes­brief lan­det un­glück­li­cher­wei­se bei Ho­mi­ni­des de His­tan­ga, dem feu­ri­gen Ehe­mann von Lu­ci­en­ne. Der er­kennt die Hand­schrift sei­ner Frau. Ra­send vor Ei­fer­sucht will er den ver­meint­li­chen Lieb­ha­ber sei­ner Frau im Ho­tel stel­len. Nach und nach tref­fen al­le Be­tei­lig­ten im Ho­tel auf­ein­an­der – das Cha­os nimmt sei­nen Lauf, zum Ver­gnü­gen der Zu­schau­er.

Die Auf­füh­rung dau­ert un­ge­fähr 150 Mi­nu­ten, ei­ne Pau­se nach et­wa 100 Mi­nu­ten; Ein­lass ist ab 19 Uhr; ei­ne Ein­füh­rung er­folgt et­wa ab 19.10 Uhr im Foy­er. Kar­ten sind in der Stadt­bü­che­rei Ra­de­vorm­wald, über Tel. 02195 932177 oder an der Abend­kas­se zu be­kom­men.

Mi. 23. Mai, 19.30 Uhr, Bür­ger­haus.

AR­CHIV­FO­TO: LIP­POLD

Die Handlung des Stü­ckes wur­de ins 20. Jahr­hun­dert ver­legt. Die Po­in­ten zün­den aber eben­so gut wie im Ori­gi­nal.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.