Das Image ist längst zweit­ran­gig

Bergische Morgenpost Remscheid - - SPORT -

Die Neu­ver­ga­be der Na­mens­rech­te der Düs­sel­dor­fer Are­na an ei­nen Bran­chen­rie­sen aus dem Glücks­spiel­seg­ment darf Men­schen em­pö­ren. Nur bit­te kei­nen, der sich schon län­ger für den Pro­fi­fuß­ball in­ter­es­siert. Denn die Fra­ge, ob es image­tech­nisch zu ver­tre­ten ist, ein Sta­di­on von ei­nem Un­ter­neh­men spon­sern zu las­sen, das Men­schen Platt­for­men an­bie­tet, ihr oft ge­nug spär­lich vor­han­de­nes Geld aufs Spiel zu set­zen, ist im Mil­li­ar­den­ge­schäft Fuß­ball über­holt. Es ist ein Ge­schäft, in dem die Na­tio­nal­mann­schaft mit ei­nem Bier­brau­er warb und in dem Wett­an­bie­ter längst eta­blier­te Spon­so­ren sind. Das kann man schlimm fin­den, aber nicht mehr än­dern. Und na­tür­lich hät­te die Stadt Düsseldorf ei­nen sol­chen Spon­sor ab­leh­nen kön­nen. Aber sie hät­te sich im Nach­hin­ein recht­fer­ti­gen müs­sen, war­um sie die Chan­ce zur frü­he­ren Til­gung der Are­na-Schul­den ver­tan hat – ge­nau­so wie zu­sätz­li­che Gel­der für den Düs­sel­dor­fer Sport. Das ist auch nicht wirk­lich po­pu­lär.

Ste­fan Klüt­ter­mann

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