Sym­pho­ni­ker mu­si­zie­ren mit Fri­da Gold

Bergische Morgenpost Remscheid - - KULTUR - VON PHIL­IPP MÜL­LER

Kon­zert­meis­ter Mi­ki Ke­kenj ver­spricht ei­nen ge­fühl­vol­len Abend. Die Rei­he „On Fi­re“geht in die zwei­te Sai­son.

Der Kon­zert­meis­ter der Ber­gi­schen Sym­pho­ni­ker, Mi­ki Ke­kenj, ist ein Grenz­gän­ger. So per­fekt er die Par­ti­tu­ren der Klas­sik als Gei­ger be­herrscht, so groß ist sein Na­me auch im Cross-over-Be­trieb zwi­schen Klas­sik und Pop­mu­sik. Zu­sam­men mit Chris­ti­an Le­schow­ski ver­ant­wor­tet er auch im zwei­ten Jahr die Rei­he „On Fi­re“des Orches­ters. Ge­stützt vom Freun­des­kreis der Sym­pho­ni­ker star­tet die Se­rie am 20. Ok­to­ber im Kon­zert­saal in So­lin­gen, tags dar­auf im Teo Ot­to Thea­ter in Rem­scheid.

Nach drei Kon­zer­ten in der ver­gan­ge­nen Spiel­zeit mit ganz un­ter­schied­li­chen Gäs­ten ha­ben Ke­kenj und Le­schow­ski dies­mal mit dem Pop-Duo Fri­da Gold eben­falls Grenz­gän­ger der mo­der­nen Mu­sik ein­ge­la­den.„Ich ken­ne bei­de schon lan­ge und ha­be be­reits mit mei­nem En­sem­ble Ta­ke Over mit ih­nen ge­spielt“, er­zählt Ke­kenj. Der 38-Jäh­ri­ge nennt Grün­de für die Wahl des Du­os, das mit dem Al­bum „Lie­be ist mei­ne Re­li­gi­on“den end­gül­ti­gen Durch­bruch schaff­te: Es ge­he Ali­na Süg­ge­ler und Andre­as „An­di“Wei­zel nicht nur um die Leich­tig­keit der Pop­mu­sik. „Sie grei­fen auch viel Mu­sik aus der Spar­te Sin­ger und Song­wri­ter auf.“Den span­nen­den Dia­log der Sti­le wer­de das Kon­zert auf­grei­fen.

Aus dem Ma­te­ri­al der bei­den hat der Kon­zert­meis­ter den Abend für die bei­den Städ­te ar­ran­giert. Da­bei will er wie zum Start im Vor­jahr mit dem deut­schen Soul­sän­ger Max Mutz­ke nicht das ganz gro­ße Orches­ter auf die Büh­ne brin­gen. Trotz­dem werden rund zwei Dut­zend Ber­gi­sche Sym­pho­ni­ker sei­nem Di­ri­gat fol­gen. Vor al­lem Strei­cher, aber auch „an­de­re In­stru­men­te, die Ak­zen­te set­zen“, be­schreibt er, wie der Sound mög­lichst „un­auf­dring­lich“klin­gen soll.

So soll der Stim­me der Sän­ge­rin von Fri­da Gold viel Raum ge­ge­ben werden. „Das ist ei­ne sehr gu­te Sän­ge­rin“, weiß Mi­ki Ke­kenj um sei­ne Ver­ant­wor­tung, sie auf der Büh­ne „le­ben zu las­sen“. Gi­tar­rist Weit­zel wer­de mit sei­nem akus­ti­schen In­stru­ment dann viel vom Sound von Fri­da Gold im Ver­bund mit dem Orches­ter er­klin­gen las­sen.

Zwei Haupt­pro­ben gibt es vor den Kon­zer­ten mit dem Duo. Das rei­che völ­lig aus, er­klärt der Kon­zert­meis­ter. Mit den Ber­gi­schen Sym­pho­ni- kern, die am Kon­zert Teil­neh­men, ge­be es aber vor­ab schon Pro­ben mit sei­nen Ar­ran­ge­ments der Mu­sik aus der Fe­der von Fri­da Gold. Bei den Vor­be­rei­tun­gen ha­be er ge­merkt, dass das Duo „viel aus der Mu­sik her­aus­zie­he“– an­ders: Die Krea­ti­vi­tät der Pop­mu­si­ker for­dert auch den

ver­sier­ten Ton­set­zer der Ber­gi­schen Sym­pho­ni­ker. Die Mu­sik passt zum Kon­zept der Rei­he. Fri­da Gold las­sen sich zwi­schen den CD-Ver­öf­fent­li­chun­gen im­mer sehr viel Zeit, prä­sen­tie­ren dann aber klang­lich sehr aus­ge­reif­te und oft auch über­ra­schen­de Mu­sik. So freue er sich auf ei­nen span­nen­den Abend, der si­cher auch viel Ge­fühl ha­ben wer­de, sagt Ke­kenj.

Die Rei­he„On Fi­re“war in der ver­gan­ge­nen Spiel­zeit ein Pu­bli­kums­ma­gnet. Das muss sie sein, denn sie wird nicht über den Etat der Orches­ter GmbH fi­nan­ziert. Or­ga­ni­sa­tor Chris­ti­an Le­schow­ski weiß den Freun­des­kreis der Ber­gi­schen Sym­pho­ni­ker hin­ter sich, des­sen Stif­tung die Kon­zert­rei­he als Spon­sor mit­trägt.

FO­TO: CHRIS­TI­AN BEIER

Orches­ter, bun­tes Licht, fet­ter Sound, na­tio­na­le Stars: Das ist das Re­zept von „On Fi­re“, der mo­der­nen Rei­he der Ber­gi­schen Sym­pho­ni­ker.

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