Die Stadt­ver­wal­tung muss sich neu auf­stel­len

Bergische Morgenpost Remscheid - - SPORT -

Städ­ti­sche Ver­wal­tungs- und Schul­ge­bäu­de sind in die Jah­re ge­kom­men. Und vor al­lem bei den­je­ni­gen Im­mo­bi­li­en, die ab den 1970er Jah­ren in die Hö­he ge­zo­gen wor­den sind, hat der Zahn der Zeit schein­bar be­son­ders ge­nagt. Das Schul­zen­trum Vo­gel­sang hat nach nicht de­men­tier­ten Zah­len der Stadt­ver­wal­tung ei­nen Sa­nie­rungs­auf­wand, der sich im zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich be­wegt. In das Thea­ter und Kon­zert­haus müss­te in­ves­tiert und der Brand­schutz auf Vor­der­mann ge­bracht wer­den.

Aber auch in das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de an der Bon­ner Stra­ße in Oh­ligs müss­te Geld ge­steckt wer­den. Hier reg­net es un­ter an­de­rem durchs Dach. Doch die noch im Sep­tem­ber fa­vo­ri­sier­te Pla­nung der Stadt­ver­wal­tung, in die­ses Ge­bäu­de mehr oder we­ni­ger auf die Schnel­le rund 20 Mil­lio­nen Eu­ro zu in­ves­tie­ren, ist nach ve­he­men­ten Pro­tes­ten der Po­li­tik zu­nächst auf Eis ge­legt wor­den. Viel­mehr hat man sich in ei­nem Work­shop hin­ter ver­schlos­se­nen Tü­ren jetzt dar­auf ver­stän­digt, erst ein­mal den Sa­nie­rungs­auf­wand kon­kret fest­zu­stel­len, da­mit Po­li­tik und Ver­wal­tung ei­ne Ent­schei­dungs­grund­la­ge da­für ha­ben, wo sinn­vol­ler­wei­se Geld in­ves­tiert wer­den soll.

Denn längst ist nicht mehr aus­ge­macht, dass die (Kern-)Ver­wal-

Vie­le Ge­bäu­de sind in die Jah­re ge­kom­men, von da­her wird nun der Sa­nie­rungs­auf­wand an städ­ti­schen Ge­bäu­den er­mit­telt. Ei­ne Per­so­nal­ent­wick­lungs­pla­nung wur­de eben­falls auf den Weg ge­bracht.

tung in Zu­kunft – ab­ge­se­hen von den Bür­ger­bü­ros – nur noch an zwei Stand­or­ten im Stadt­ge­biet vor­han­den sind. Im Rat­haus in der Stadt­mit­te und eben je­nes Ge­bäu­de an der Bon­ner Stra­ße wa­ren da­zu aus­er­ko­ren ge­we­sen. Die an­ge­mie­te­ten Stel­len soll­ten Zug um Zug auf­ge­ge­ben wer­den. So je­den­falls die Vi­si­on. Jetzt wird zu­nächst ein­mal Be­stands­auf­nah­me ge­macht und ge­prüft, wie hoch der Sa­nie­rungs­auf­wand an Ge­bäu­den ist und wel­che an­ge­mie­te­ten Ge­bäu­de ei­ne Zu­kunft ha­ben könn­ten. Auch der noch im Früh­jahr die­ses Jah­res fa­vo­ri­sier­te An­bau am neu­en Rat­haus ist nicht vom Tisch – al­les wird nun er­geb­nis­of­fen un­ter die Lu­pe ge­nom­men.

Ei­ne Vor­ge­hens­wei­se, die letzt­lich An­er­ken­nung ver­dient, zu der die Stadt­ver­wal­tung al­ler­dings erst durch die Po­li­tik er­mun­tert wor­den ist, wie es scheint. Wie auch im­mer: Es ist der ein­zig rich­ti­ge

FO­TO: PE­TER MEUTER

Auch in das Ver­wal­tungs­ge­bäu­de an der Bon­ner Stra­ße müss­te Geld ge­steckt wer­den. Hier reg­net es un­ter an­de­rem durchs Dach.

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