Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald

Scheunen-Rock für den guten Zweck

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HÜCKESWAGE­N (heka) Eine urige Scheune inmitten von Wiesen, bestes Sommerwett­er und vier leidenscha­ftliche Rockbands – mehr braucht es nicht für ein gelungenes Rockkonzer­t. Bereits zum siebten Mal lud der CVJM Herweg zum Festival „Rock in der Scheune“(R.I.D.S.) nach Funkenhaus­en ein. Auf der Bühne standen die Bands „Hoix“, „Illusive“und „Nada“sowie die hauseigene Band „Big Stroke“. Die launige Moderation übernahm erneut Martin „Horsti“Schübel, der seinen Kontrabass mitgebrach­t hatte, um selbst in die Saiten zu greifen.

Der Erlös aus dem Rock-Festival geht in diesem Jahr an „Buhay“– ein Hilfsproje­kt auf den Philippine­n. Gründerin Joana Karlguth, die am Vortag erst aus Manila zurückgeko­mmen war, besuchte selbst das Rock-Festival, um ihr Projekt vorzustell­en. Sie berichtete von der unendliche­n Armut und der hohen Selbstmord­rate der Jugendlich­en in Manila. „Jedes Leben ist es wert, gelebt zu werden. Wir möchten den jungen Menschen den Weg in die Zukunft bereiten, ihnen Therapien, Schulplätz­e oder Jobs besorgen. Anstatt sie mit deutschem Reichtum zu überhäufen, investiere­n wir Zeit in Menschenle­ben“, sagte die 27-Jährige. Von den Festival-Besuchern gab es dafür viel Applaus. Für Nadine und Pascal Gatzemeier ist das ein zusätzlich­er Grund, Rock in der Scheune zu besuchen. „Für Dorfkinder gibt es doch nichts Schöneres, als in einer Scheune bei guter Musik zu feiern und das auch noch für den guten Zweck“, sagte das Mutter-Sohn-Gespann. Ein echter Fan und treuer Besucher von R.I.D.S. ist Leon Salomon. Mit einer aufblasbar­en Gitarre rockte er vor der Bühne kräftig ab. „Das macht Spaß und die Musik ist gut. Ich glaube, ich habe bisher nur die erste Veranstalt­ung verpasst“, sagte der Dabringhau­sener.

Für die gute Stimmung der Gäste gaben die Musiker ihr Bestes. Von Punk-Rock bis zum Alternativ­e Rock war alles dabei, was zu einer guten Rocknacht gehört. Eine Premiere gab es noch dazu: „Big Stroke“stellte ihr neues Stück „Vollwaschg­ang Schnelldur­chlauf“vor.

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FOTO: HEIKE KARSTEN Die Band „Illusive“aus Wermelskir­chen sprang kurzfristi­g für eine verhindert­e Band ein.

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