Gu­tes Zei­chen: In Wohn­raum wird kräf­tig in­ves­tiert

Wer­mels­kir­chen bie­tet vie­le Mög­lich­kei­ten des Woh­nens. Dass da­zu auch be­zahl­ba­re Miet­woh­nun­gen zäh­len, ist dem Bau­ver­ein und auch der Ge­wag zu ver­dan­ken.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Wermelskir­chen -

In Wer­mels­kir­chen lässt es sich gut woh­nen – die­sen Satz hört man oft. Es gibt vie­le stadt­na­he Woh­nun­gen. Im Grü­nen sind vie­le Be­woh­ner zu Fuß bin­nen we­ni­ger Mi­nu­ten. Die Miet­prei­se sind mo­de­rat. Und weil es ört­li­che Ver­mie­ter gibt, sind auch die Wohn­sied­lun­gen ge­pflegt. Ein Be­kennt­nis zur Stand­ort­treue ge­ben zwei Ge­sell­schaf­ten durch ih­re In­ves­ti­tio­nen in den Woh­nungs­be­stand ab.

Der Bau­ver­ein hat sein Port­fo­lio durch Er­werb von Miets­häu­sern im Ost­vier­tel er­wei­tert und da­mit die Mie­ter mög­li­cher­wei­se vor dem Ge­schäfts­ge­bah­ren gro­ßer aus­wär­ti­ger In­ves­to­ren ge­schützt, die nur auf Ma­xi­mal­ge­winn aus sind, Häu­ser ver­kom­men las­sen und Be­schwer­den igno­rie­ren. Ei­nen An­sprech­part­ner vor Ort fin­den sie nicht. Die Mie­ter im Ost­vier­tel kön­nen au­f­at­men, der Bau­ver­ein mit Sitz in Wer­mels­kir­chen hat ei­ne Ge­schäfts­po­li­tik, die dar­auf aus­ge­rich­tet ist, be­zahl­ba­ren und ge­pfleg­ten Wohn­raum zu bie­ten. Am En­de pro­fi­tiert die ge­sam­te Stadt und ihr Er­schei­nungs­bild von sol­chen Woh­nungs­ge­sell­schaf­ten mit Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl für die Mie­ter­schaft und den Stand­ort.

Die Ge­nos­sen­schaft ex­pan­diert und in­ves­tiert in den Stand­ort: Sie baut zwei grö­ße­re Kom­ple­xe in In­nen­stadt­nä­he. Ge­nau dort wächst der Be­darf. Dass sie auch ein Ap­par­te­ment­haus für jun­ge Be­hin­der­te bau­en lässt, ist ein gu­ter Schritt in ei­ne neue Rich­tung. El­tern be­hin­der­ter Kin­der im Er­wach­se­nen­al­ter möch­ten de­ren Selbst­stän­dig­keit för­dern, fin­den aber oft nicht das Pas­sen­de. Aus dem El­tern­haus aus­zie­hen kön­nen sie nur, wenn die neue Woh­nung ei­ne ent­spre­chen­de Be­treu­ung um­fasst. Mit der Evan­ge­li­schen Stif­tung He­pha­ta hat der Bau­ver­ein da­für ei­ne gu­te Part­ne­rin ge­won­nen. Auch die Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft aus Rem­scheid, die Ge­wag, nimmt viel Geld in die Hand, um äl­te­ren Wohn­raum auf Stand zu brin­gen. Un­term Strich schützt auch die­se Maß­nah­me vor Leer­stän­den. Be­zahl­ba­rer Wohn­raum för­dert den Mix in der So­zi­al­struk­tur – das ist po­li­tisch ge­wollt.

Ei­ne küh­ne Idee zieht wei­te­re Krei­se. Die Sper­rung der K18 an Wo­che­n­en­den hat­ten CDU und Grü­ne ins Ge­spräch ge­bracht. In der Dis­kus­si­on über die Bau­stra­ße zum neu­en Wohn­ge­biet Mei­sen­weg fiel im Fach­aus­schuss plötz­lich das Stich­wort Kom­plettsper­rung. Fakt ist, ein solch gro­ßer Ein­griff wird nicht leicht um­zu­set­zen sein. Aber die Idee soll­te nicht gleich vom Tisch ge­wischt wer­den. In­ter­es­sen müs­sen ab­ge­wo­gen wer­den, Ver­kehrs­zäh­lun­gen und -un­ter­su­chun­gen er­fol­gen. Die Voll­sper­rung ist auf je­den Fall ei­ne Prü­fung wert.

SOL­VEIG PUDELSKI

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