Vie­le Stars beim Film Fes­ti­val Co­lo­gne

Vom 10. bis zum 17. Ok­to­ber wird in Köln wie­der das Neu­es­te prä­sen­tiert, das in die Ki­nos und ins Fern­se­hen kommt. Schau­spie­ler­le­gen­de Ma­rio Adorf ist gleich bei zwei Pre­mie­ren am Rhein zu Gast.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Köln Kompakt - VON STE­PHAN EPPINGER

KÖLN. Ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le nimmt beim Film Fes­ti­val Co­lo­gne das Kino ge­gen­über den Fern­seh­pro­duk­tio­nen ein. Die­ses fin­det vom 10. bis zum 17. Ok­to­ber in Köln statt. Ins­ge­samt 1000 Pro­gram­me auch 50 Län­dern wur­de ge­sich­tet, um den Zu­schau­ern das Neu­es­te prä­sen­tie­ren zu kön­nen. Das be­deu­tet ei­nen Zu­wachs von zehn Pro­zent. 100 Pro­gramm­bei­trä­ge wer­den in Köln ge­zeigt. Das sind 30 mehr als im Vor­jahr.

Beim Fern­se­hen hält der Hy­pe der Se­ri­en wei­ter an, auch wenn hier an­spruchs­vol­le Come­dy dem be­lieb­ten Gen­re Cri­me stär­ker Kon­kur­renz macht. Beim Kino war es ein star­kes Fes­ti­val­jahr, das sich auch in Köln wi­der­spie­geln wird. Er­öff­net wird das Fes­ti­val am Rhein mit der sur­rea­len Komödie „Deer­s­kin“mit Je­an Du­jar­din und Adè­le Ha­en­el, die in un­ge­wohn­ten Rol­len un­ter der Re­gie von Qu­en­tin Du­pieux bril­lie­ren.

Ins­ge­samt wer­den vie­le na­tio­na­le und in­ter­na­tio­na­le Film- und Fern­seh­stars den Weg nach Köln fin­den. Das gilt zum Bei­spiel für Ma­rio Adorf, der gleich in zwei Fil­men zu se­hen und bei den Pre­mie­ren li­ve zu er­le­ben ist. Un­ter dem Ti­tel „Es hät­te schlim­mer kom­men kön­nen“prä­sen­tiert sich ei­ne per­sön­li­che Do­ku mit vie­len Weg­ge­fähr­ten über sein be­weg­tes Le­ben. Da­zu kommt die Knast­ko­mö­die „Al­te Ban­de“, bei der Adorf mit Ti­lo Prück­ner vor der Ka­me­ra stand.

Ei­ne Hom­mage an ei­ne Kri­mi­se­rie ist „Ce­le­bra­te In­spec­tor Barna­by“, ei­ner Fern­seh­nacht, bei der die Darstel­ler vor Ort sein wer­den. Zu Gast ist auch Mu­si­ker Ma­ri­us Mül­ler-Wes­tern­ha­gen – er kommt zu „Das Pfef­fer­minz-Ex­pe­ri­ment“, ei­ne Mu­sik­do­ku­men­ta­ti­on zum Kul­tal­bum „Mit Pfef­fer­minz bin ich dein Prinz“, nach Köln. Auch bei der Vor­stel­lung neu­er Fol­gen von „Die To­ten vom Bo­den­see“mit No­ra Wald­stät­ten und Mat­thi­as Ko­eber­lin so­wie „Wils­berg – ins Gesicht ge­schrie­ben“mit Leo­nard Lan­sink sind die Haupt­dar­stel­ler zu Gast beim Fes­ti­val.

Die Film Fes­ti­val Co­lo­gne Awards wer­den in die­sem Jahr im E-Werk ver­ge­ben. Den Film­preis Köln er­hält Ni­co­las Win­ding Refn. Der dä­ni­sche Re­gis­seur und Au­tor ge­hört zu den wich­tigs­ten Fil­me­ma­chern der Ge­gen­wart und hat sei­nen Weg in­zwi­schen auch nach Hol­ly­wood er­folg­reich ge­fun­den. Der Hol­ly­wood Re­port Award geht an den an­ge­sag­ten New Yor­ker Re­gis­seur Abel Fer­ra­ra. Er fei­ert in Köln die Deutsch­lan­dp­re­mie­re sei­nes au­to­bio­gra­fisch ge­färb­ten Dra­mas „To­mas­so“bei dem Wil­lem Da­foe als Prot­ago­nist mit­wirkt.

Bei den TV Top Ten zäh­len der TVFilm „Br­ex­it“mit Ben­ne­dict Cum­ber­batch, die TV-Se­rie „Ca­the­ri­ne The Gre­at“mit He­len Mir­ren, die viel dis­ku­tier­te und ge­fei­er­te USSe­rie „Eu­pho­ria“und die US-Come­dy­se­rie „Ra­my“um ei­ne jun­ge Mus­lim in New Jer­sey zu den High­lights. Bei Best of Ci­ne­ma Fic­tion ge­hö­ren „Ba­curau“mit Son­ja Bra­ga und Udo Kier und der spek­ta­ku­lä­re Po­lit­thril­ler „The Re­port“mit Adam Dri­ver zu den Hö­he­punk­ten.

Im Do­ku­men­tar­be­reich wer­den The­men wie der Sy­ri­en-Krieg im er­schüt­tern­den Vi­deo­ta­ge­buch „For Sa­ma“, „Hail Sa­tan“über Sa­ta­nis­ten als Hoff­nungs­trä­ger für die US-Zi­vil­ge­sell­schaft oder die Ein-Kind-Po­li­tik in Chi­na in „One Child Na­ti­on“auf­ge­grif­fen. In „Die Göt­ter von Mo­len­beek“geht es um das Brüs­se­ler Pro­blem­vier­tel aus der Sicht von Kin­dern. In der Rei­he Look hat der Thea­ter­film „Jupp, watt ham­wer je­maht“um den Skan­dal um den Düs­sel­dor­fer Kunst­be­ra­ter Hel­ge Achen­bach mit Joa­chim Król und Bi­b­lia­na Be­glau viel re­gio­na­len Be­zug. Das gilt auch für „Ea­sy Lo­ve“, über das Lie­bes­le­ben Köl­ner He­do­nis­ten

FO­TO: ORF

„Es hät­te schlim­mer kom­men kön­nen“do­ku­men­tiert das Le­ben von Ma­rio Adorf.

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