Wohn­ge­bäu­de in Ra­de sind im Durch­schnitt 53 Jah­re alt

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Radevormwa­ld -

RADEVORMWA­LD (s-g) Ein Wohn­ge­bäu­de in Radevormwa­ld ist im Durch­schnitt 53 Jah­re alt – es stammt rech­ne­risch aus dem Jahr 1966. Im ge­sam­ten Ober­ber­gi­schen Kreis liegt der Schnitt bei 50 Jah­ren. Ein Fünf­tel der Selbst­nut­zer und fast ein Drit­tel der Ver­mie­ter se­hen für ih­re Im­mo­bi­lie der­zeit ho­hen Mo­der­ni­sie­rungs­be­darf. Das er­gab die On­line-Um­fra­ge „LBS Mo­der­ni­sie­rungs­trends“, bei der über 2000 Haus­be­sit­zer in NRW be­fragt wur­den.

Ak­tu­ell sieht LBS-Ge­biets­lei­ter Ge­org Görnert den be­son­de­ren Trend, dass grö­ße­re Mo­der­ni­sie­run­gen in An­griff ge­nom­men wer­den, die auf die Sen­kung des Ener­gie­ver­brauchs zie­len: „Je we­ni­ger Zin­sen es auf den Spar­gro­schen gibt, des­to mehr in­ves­tie­ren die Men­schen in ihr ei­ge­nes Zu­hau­se oder ei­ne ver­mie­te­te Woh­nung. Sie sen­ken lang­fris­tig ih­re Be­triebs­kos­ten und schaf­fen so ei­nen zu­sätz­li­chen Baustein für ih­re Al­ters­vor­sor­ge.“An ers­ter Stel­le ste­he da­bei der Wunsch nach ei­nem kom­for­ta­blen Bad, ge­folgt von der Er­neue­rung von Fens­ter und Tü­ren so­wie der Hei­zung“, so Görnert. Das sei in der Re­gel mit über­schau­ba­rem Auf­wand um­zu­set­zen.

Die Er­fah­rung des Im­mo­bi­li­en­ex­per­ten ist, dass ak­tu­ell das In­ter­es­se auch an grö­ße­ren Maß­nah­men steigt, wie zum Bei­spiel zur Däm­mung des Ge­bäu­des oder für ei­nen bar­rie­re­ar­men Um­bau. „Spar­geld ver­liert der­zeit täg­lich an Wert. Mit der so­ge­nann­ten Dämm­ren­di­te ha­be ich gleich meh­re­re An­la­ge­al­ter­na­ti­ven: Mei­ne Be­triebs­kos­ten sin­ken dau­er­haft, und der Wert der Im­mo­bi­lie steigt ge­nau­so wie der Wohn­kom­fort“, meint Görnert. Auch die künf­ti­ge Ver­miet­bar­keit ei­ner Woh­nung las­se sich da­mit deut­lich ver­bes­sern. Ne­ben den güns­ti­gen Bau­zin­sen ge­be es viel­fäl­ti­ge staat­li­che För­der­pro­gram­me für die Mo­der­ni­sie­rung. Al­ler­dings er­gab die Um­fra­ge hier Nach­hol­be­darf in der Aus­ge­stal­tung: 30 Pro­zent der Ei­gen­tü­mer und so­gar 58 Pro­zent der Ver­mie­ter emp­fin­den die An­trä­ge bis­her als zu bü­ro­kra­tisch und um­ständ­lich. „Auf die Un­ter­stüt­zung ver­zich­ten soll­te man den­noch nicht. Ei­ne se­riö­se Fi­nan­zie­rungs­be­ra­tung um­fasst im­mer auch die Prü­fung al­ler Zu­schuss­mög­lich­kei­ten“, emp­fiehlt Ge­org Görnert.

FO­TO: NH (AR­CHIV)

Die Ra­de­vorm­wal­der In­nen­stadt von oben: Im Durch­schnitt stam­men die Ge­bäu­de im Stadt­ge­biet aus dem Jahr 1966.

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