Ei­ne Ern­te­kö­ni­gin aus Über­zeu­gung

Mo­na Osen­berg (28) hat sich ge­gen neun Kon­kur­ren­tin­nen im Dorf­ge­mein­schafts-Fest­zelt durch­ge­setzt.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Radevormwa­ld - VON FLO­RA TREI­BER

RA­DE­VORM­WALD Im Mit­tel­punkt des Ern­te­dank­fes­tes steht der Kampf um den Ti­tel der Ern­te­kö­ni­gin, aber be­vor der Wett­kampf am Sams­tag­abend star­te­te, wur­de im Zelt ge­fei­ert. Si­mo­ne Mundorf ent­schied den Wett­kampf 2018 für sich und hat die Ern­te­kro­ne nun ein Jahr stolz ge­tra­gen und die Ort­schaft Önk­feld re­prä­sen­tiert. Jür­gen Fi­scher, Vor­sit­zen­der der Dorf­ge­mein­schaft Önk­feld, be­grüß­te das vol­le Fest­zelt, um den Abend zu er­öff­nen. Zur Tra­di­ti­on ge­hört der Bän­der­tanz der Kin­der aus der Dorf­ge­mein­schaft. Die „Ön­ki Mi­nis und Kids“tra­ten auf, ge­nau­so wie die „Mä­dels aus dem Nach­bar­dorf“. Für die Live-Mu­sik des Abends war die Band „Sam Tanz­mu­sik“zu­stän­dig.

Ins­ge­samt tra­ten zehn Frau­en an, um die Ern­te­kro­ne für sich zu ver­ein­nah­men, aber der Weg zum Sieg war stei­nig und ge­wohnt her­aus­for­dernd. Die Spie­le des Wett­kamp­fes wer­den durch den Fest­aus­schuss der Dorf­ge­mein­schaft er­ar­bei­tet. In der ers­ten Run­de ent­schied der Zu­fall über das Fort­kom­men der Wett­be­wer­be­rin­nen. Je­de Be­wer­be­rin muss­te ein Bild zie­hen und die­ses mit ei­nem gro­ßen Bild aus dem Haus der Kul­tur­ge­mein­de in Oberönk­feld ab­glei­chen. Wer sein De­tail­bild auf dem Ban­ner wie­der­er­kann­te, kam ei­ne Run­de wei­ter.

Die Fä­hig­kei­ten Ge­schick­lich­keit und hand­werk­li­ches Kön­nen wur­den in der zwei­ten Run­de ab­ge­fragt, denn wer Ern­te­kö­ni­gin ist, muss ei­ne pa­ten­te Frau sein. Das Bau­en von Wind­rä­dern for­der­te die Dorf­be­woh­ne­rin­nen her­aus, au­ßer­dem muss­te ein kom­plet­ter Draht­zaun aus Rest­stü­cken ge­bil­det wer­den.

Das Fest­zelt fie­ber­te bei den Auf­ga­ben, die in Teams er­le­digt wur­den, mit. Die drit­te Run­de be­inhal­te­te die al­les ent­schei­den­de Auf­ga­be im Kampf um die Kro­ne. Er­neut gab es ein Bil­der­rät­sel, über das ei­ne Ei­sen­bahn­stre­cke ge­baut wer­den soll­te. Im Fi­na­le stan­den sechs Frau­en. Die 28-jäh­ri­ge Mo­na Osen­berg setz­te sich ge­gen ih­re Kon­kur­ren­tin­nen durch. Ge­hol­fen hat ihr beim Kampf ei­ne Kind­heits­er­in­ne­rung. „Die Ei­sen­bahn­stre­cke, die ich im Fi­na­le bau­en muss­te, ha­ben mein Bru­der und ich frü­her schon mal zu­sam­men­ge­baut. Das hat mir ge­hol­fen“, sagt sie. Für die Ra­de­vorm­wal­de­rin, die in Oberönk­feld ge­bo­ren ist, geht mit dem Sieg ein Kind­heits­traum in Er­fül­lung. Das Ern­te­dank­fest ge­hört zu ih­rem Le­ben, so­weit ih­re Er­in­ne­rung zu­rück­reicht. „Als Kind war ich im­mer be­geis­tert von dem Fest und war im­mer mit da­bei. Da woll­te ich na­tür­lich auch mal Ern­te­kö­ni­gin wer­den. Ich ha­be im­mer zu den Ern­te­kö­ni­gin­nen auf­ge­se­hen.“

Dass der Traum tat­säch­lich vie­le Jah­re spä­ter in Er­fül­lung geht, freut sie. „Da­mit ge­rech­net ha­be ich nicht, aber es ist na­tür­lich schön“, sagt Mo­na Osen­berg. Ih­rer Hei­mat ist sie treu ge­blie­ben, denn sie wohnt im­mer noch ganz in der Nä­he der Dorf­ge­mein­schaft und ge­nießt das Le­ben am Ran­de der Stadt. Wer auf ei­nem Bau­ern­hof auf­ge­wach­sen ist, kennt das Ern­te­dank­fest in- und aus­wen­dig. „Das ge­hört ein­fach mit da­zu“, sagt die neue Ern­te­kö­ni­gin.

FO­TO: JÜR­GEN MOLL

Mo­na Osen­berg (28) ist die neue Ern­te­kö­ni­gin in Önk­feld.

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