Ro­ter Man­tel, Bi­schofs­müt­ze und Ge­schen­ke

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Kruschel Erklärt’s -

Schu­he put­zen oder fri­sche So­cken auf­hän­gen und gaa­anz ar­tig sein. Dann klappt es hof­fent­lich auch dies­mal mit Ge­schen­ken! In der Nacht zum 6. De­zem­ber ist es wie­der so weit: Der Ni­ko­laus kommt.

Meis­tens bleibt er aber un­ent­deckt. Der Ni­ko­laus kommt gern heim­lich vor­bei und steckt dann Sü­ßig­kei­ten in die Stie­fel oder legt sie vor die Tür. Am nächs­ten Mor­gen freu­en sich dann vie­le Leu­te über die klei­nen Über­ra­schun­gen wie et­wa Nüs­se, Man­da­ri­nen und Leb­ku­chen. Für die Kin­der hat er oft auch noch klei­ne Ge­schen­ke mit da­bei.

Hier und da tritt der Ni­ko­laus auch persönlich auf. Dann ver­ge­wis­sert er sich, ob die Kin­der auch al­le schön brav ge­we­sen sind. Für ge­wöhn­lich kann man ihn mit Lie­dern und Ge­dich­ten da­von über­zeu­gen.

Die gan­ze Ge­schich­te mit dem Ni­ko­laus ist ein al­ter Brauch. Schon seit lan­ger Zeit zieht er in sei­nem ro­ten Man­tel, sei­ner Bi­schofs­müt­ze, dem Stab und na­tür­lich ei­nem Sack vol­ler Ge­schen­ke um­her. Aber wo­her kommt der Ni­ko­laus ur­sprüng­lich? Genau weiß man das nicht. Es gibt ei­ni­ge tol­le Ge­schich­ten von ei­nem Bi­schof. Der soll vor rund 1500 Jah­ren Wun­der voll­bracht ha­ben und Men­schen in Not ge­hol­fen ha­ben. Wahr­schein­lich sind im Ni­ko­laus so­gar die Ta­ten von zwei Män­nern ver­mischt, ver­mu­ten For­scher. Der ei­ne soll Bi­schof in der Stadt My­ra ge­we­sen sein. Das liegt in der Tür­kei. Der an­de­re war eben­falls ein Kir­chen­mann aus die­ser Ge­gend. dpa

FO­TO: DPA

Ein rich­ti­ger Ni­ko­laus trägt ei­nen wei­ßen Bart und ei­ne Bi­schofs­müt­ze.

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