Al­le Va­ri­an­ten sind mög­lich

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Radevormwa­ld - STE­FAN GILSBACH

In der Ra­de­vorm­wal­der Po­li­tik ist so ei­ni­ges mög­lich. Des­halb dürf­te es in der Rats­sit­zung am Di­ens­tag span­nend wer­den. Wie bei der ver­gan­ge­nen Bei­ge­ord­ne­ten­wahl, als ei­ne Stim­me den Aus­schlag gab, könn­te es auch die­ses Mal sehr knapp wer­den. Doch auch ein ganz an­de­res Sze­na­rio ist denk­bar: Wenn ei­ne Mehr­heit des Ra­tes zu dem Schluss ge­kom­men ist, dass kei­ner der bei­den Kan­di­da­ten qua­li­fi­ziert ist, könn­te die Ent­schei­dung ver­scho­ben wer­den. Das frei­lich wä­re ei­ne höchst ku­rio­se Ent­wick­lung, zu­mal ja im Vor­feld des Wahl­gangs die Kan­di­da­ten un­ter Aus­schluss der Öf­fent­lich­keit aus­ge­siebt wur­den.

Dass der drit­te Kan­di­dat, der dem Ver­neh­men nach aus Radevormwa­ld stammt, kurz­fris­tig sei­ne Be­wer­bung zu­rück­ge­zo­gen hat, mag für je­ne po­li­ti­schen Kräf­te, die ihn un­ter­stützt ha­ben, är­ger­lich sein. An­de­rer­seits ist es nach­voll­zieh­bar, dass Per­so­nen, die sich aus­rech­nen, kei­ne rea­lis­ti­schen Chan­cen zu ha­ben, un­gern als Wahl­ver­lie­rer in der Öf­fent­lich­keit er­schei­nen oder sich im Hin­blick auf an­de­re Be­wer­bun­gen scha­den möch­ten.

So­mit sind nun al­le Sze­na­ri­en mög­lich: Der kla­re Sieg ei­nes Be­wer­bers im ers­ten Wahl­gang, die Ent­schei­dung nach ei­ner Stich­wahl oder ei­ne Ver­ta­gung der Wahl. Die letz­te­re Va­ri­an­te wür­de vor­aus­sicht­lich be­deu­ten, dass die Stel­le nicht schon zum 1. April be­setzt wer­den kann und die Ge­schäf­te des Bei­ge­ord­ne­ten ei­ne Zeit­lang kom­mis­sa­risch ge­führt wer­den müss­ten.

Wer im­mer der Nach­fol­ger von Frank Nip­ken wird, er tritt sein Amt in ei­ner Zeit an, in der die Fi­nanz­po­li­tik der Stadt vor Pro­ble­men steht. Die Ge­wer­be­steu­er­ein­nah­men sind zu­rück­ge­gan­gen, der ge­plan­te Haus­halts­aus­gleich im Jahr 2022 könn­te auf der Kip­pe ste­hen, nun wird in der Po­li­tik über Ge­gen­maß­nah­men be­ra­ten. Das wird die Bau­stel­le, mit der sich der Neue in den ers­ten Mon­ta­gen im Amt vor­ran­gig be­schäf­ti­gen wird.

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