82 Reichs­bür­ger in NRW dür­fen noch Waf­fen be­sit­zen

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Nordrhein - Westfalen -

DÜS­SEL­DORF (dpa) In NRW wa­ren zum Stich­tag 30. Ju­ni noch 82 Per­so­nen der „Reichs­bür­ger- und Selbst­ver­wal­ter­sze­ne“im Be­sitz min­des­tens ei­ner waf­fen­recht­li­chen Er­laub­nis. Das geht aus ei­nem Be­richt des In­nen­mi­nis­te­ri­ums an den Land­tag her­vor. Dem­nach ha­be man 80 Per­so­nen schon nach er­folg­rei­chen Wi­der­rufs­ver­fah­ren die Er­laub­nis weg­ge­nom­men. Bei 40 Reichs­bür­gern lie­fen die Ver­fah­ren noch. Das In­nen­mi­nis­te­ri­um schätzt die Zahl von Reichs­bür­gern auf 3200 – sie sei im ers­ten Quar­tal 2019 im Ver­gleich zu 2018 sta­bil ge­blie­ben. In den Jah­ren zu­vor sei­en die Zah­len noch stark an­ge­stie­gen – al­ler­dings auch, weil man zu­nächst im­mer mehr iden­ti­fi­ziert ha­be. Dass die Zah­len nun sta­gnie­ren, sei auf die Ar­beit von Po­li­zei, Ver­fas­sungs­schutz und Ord­nungs­äm­ter zu­rück­zu­füh­ren. Vor zwei Wo­chen hat­te der Fall ei­nes Po­li­zis­ten aus der Po­li­zei­be­hör­de Pa­der­born für Auf­se­hen ge­sorgt, der mit der Reichs­bür­ger-Sze­ne sym­pa­thi­siert. Am 26. No­vem­ber wur­de er laut Be­richt des In­nen­mi­nis­te­ri­ums sus­pen­diert.

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