Nach­bes­se­rung

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Leserbrief­e -

Zu „Je­der fünf­te Schü­ler kann kaum le­sen“(RP vom 4. De­zem­ber): Die im Ar­ti­kel be­schrie­be­ne Ana­ly­se der neu­en Pi­sa-Stu­die macht je­dem Po­li­ti­ker hof­fent­lich Angst. Vie­le Re­gie­rungs­ver­tre­ter in den letz­ten Jah­ren schwa­feln bei al­len Ge­le­gen­hei­ten dar­über, wie ernst und wichtig sie Bil­dung für un­se­re jun­gen Men­schen neh­men. Zu ei­ner al­les um­fas­sen­den Bil­dungs­of­fen­si­ve ist es nie ge­kom­men. Die wür­de un­ter an­de­rem be­inhal­ten: Vor­zeig­ba­re Schul­ge­bäu­de mit op­ti­ma­ler und aus­rei­chen­der Tech­nik­aus­stat­tung, gut aus­ge­bil­de­te Leh­rer in ge­nü­gen­der An­zahl mit So­zi­al­päd­ago­gen zur Un­ter­stüt­zung. Erst jetzt fällt un­se­rer Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin

An­ja Kar­lic­zek (CDU) ein, dass un­ser Pa­ket Bil­dung Nach­bes­se­rung be­nö­tigt, und ich zi­tie­re die Aus­sa­ge aus der RP: „Wir brau­chen ei­ne na­tio­na­le Kraft­an­stren­gung für bes­se­re Bil­dung“. Geld für op­ti­ma­le Bil­dung ist reich­lich vor­han­den, es muss nur der rich­ti­ge Weg be­rei­tet wer­den, um als Ziel Spit­ze in Bil­dung zu wer­den. Ich glau­be, wenn un­se­re Ju­gend ihr Recht auf op­ti­ma­le Bil­dung nicht ein­for­dert, pas­siert nicht viel oder zu spät. Par­tei­en sind zu­viel mit sich selbst be­schäf­tigt und Ent­schei­dun­gen wer­den erst gar nicht ge­trof­fen. Des­halb ra­te ich der Ju­gend zu Pro­test­mär­schen an Wo­che­n­en­den, zum Bei­spiel un­ter dem Leit­spruch „Sa­tur­days for Edu­ca­ti­on“.

Paul-Her­mann Ma­ckes Vier­sen

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