Rad­fahrt ist zu­mut­bar

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Beruf & Karriere -

(bü) Von ei­nem ge­sun­den 28-jäh­ri­gen Hartz IV-Emp­fän­ger kann ver­langt wer­den, dass er täg­lich zehn Ki­lo­me­ter Ar­beits­weg mit dem Fahr­rad ab­sol­viert und den Rest mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln. Je­den­falls muss das Job­cen­ter dem Mann kei­nen Zu­schuss für den Kauf ei­nes ge­brauch­ten Au­tos zah­len. Es ging um ei­nen Lehr­ling, der in ei­nem Ein­kaufs­zen­trum 35 Ki­lo­me­tern von zu Hau­se ent­fernt tä­tig war und den Weg zu­nächst mit dem Au­to sei­nes Va­ters ab­sol­vier­te, der den Wa­gen dann aber nicht mehr ent­beh­ren konn­te. Er ver­lang­te ver­geb­lich 4500 Eu­ro. (LSG Nie­der­sach­sen-Bre­men, L 15 AS 200/19 B ER)

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