Stadt: Kreis­ver­kehr Ei­sern­stein kommt

Beim tra­di­tio­nel­len Kot­ten­but­ter-Es­sen des Hei­mat­bun­des be­zog Bau­de­zer­nent Pe­ter Heinze klar Stel­lung zum Dau­er­the­ma in Lüttringha­usen. Die Ver­mes­sungs­ar­bei­ten wur­den an ex­ter­nes Bü­ro ver­ge­ben.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Remscheid Kompakt - VON AN­NA MAZZALUPI

LÜTTRINGHA­USEN Übt die Stadt ei­ne Tak­tik des Hin­hal­tens aus, wenn es um den Um­bau des Ver­kehrs­kno­ten­punkts Ei­sern­stein zum Kreis­ver­kehr geht? Die­se Fra­ge stell­te Sa­rah van Züpt­hen, Bei­rats­mit­glied des Hei­mat­bun­des Lüttringha­usen, beim tra­di­tio­nel­len Kot­ten­but­ter­es­sen des Ver­eins am Sams­tag. Denn seit 1999, als von Züpt­hen gera­de

„Ge­ben Sie der Vor­zugs­stre­cke den Vor­zug“

Ste­phan Jasper Hei­mat­bund Lüttringha­usen zur Pla­nung der Bal­kan­tras­se

ein­mal ein Jahr alt war, ist der Kreis­ver­kehr in Lüttringha­usen ge­plant, muss­te je­doch im­mer hin­ter an­de­ren Pro­jek­ten an­ste­hen.

Von ei­ner Hin­hal­te­tak­tik kön­ne kei­ne Re­de sein, be­ton­te Bau­de­zer­nent Pe­ter Heinze, der, wie vie­le an­de­re Po­li­ti­ker so­wie Vor­stands­mit­glie­der von Ver­ei­nen und In­sti­tu­tio­nen, zu den Gäs­ten zähl­te. Lüttring­hau­sens Be­lan­ge fän­de ge­nau­so Be­ach­tung wie an­de­re Pro­jek­te, muss­ten auf­grund ei­ner knap­pen Per­so­nal­de­cke war­ten. Die Ver­mes­sungs­ar­bei­ten, die als Grund­la­ge der Kreis­ver­kehrs­pla­nun­gen die­nen, sei­en an ein ex­ter­nes Pla­nungs­bü­ro ver­ge­ben wor­den.

Denn die al­ten Plä­ne von vor 20 Jah­ren sei­en in­zwi­schen nicht mehr ak­tu­ell und müs­sen neu auf­ge­stellt wer­den. So­bald die­se dann fer­tig sind, sol­len sie vor­ge­stellt wer­den. Auch Zu­schüs­se, die 2003 be­reits be­wil­ligt wa­ren, aber nicht für den Kreis­ver­kehr ab­ge­ru­fen wur­den, müs­sen nach Fer­tig­stel­lung der Plä­ne neu be­an­tragt wer­den.

Es soll aber de­fi­ni­tiv ein Kreis­ver­kehr ent­ste­hen, be­ton­te Heinze auf Nach­fra­ge von Dirk Bos­sel­mann, zwei­ter Vor­sit­zen­der des Hei­mat­bun­des. Bos­sel­mann woll­te si­cher­ge­hen, dass auch tat­säch­lich ein Kreis­ver­kehr kommt und nicht, ähn­lich wie beim Um­bau der Kreu­zung Treck­na­se in Len­nep, das En­tree zum Stadt­teil nur le­dig­lich ver­grö­ßert wird, im Grun­de aber noch so aus­se­hen wird wie in den 70er-Jah­ren. Hei­mat­bund­mit­glied Ste­phan Jasper sieht die er­heb­li­che Zeit­ver­zö­ge­rung

auch als Vor­teil: Vor 20 Jah­ren hät­te der Rad­ver­kehr si­cher­lich we­ni­ger Be­ach­tung ge­fun­den. Für ei­ne kli­ma­freund­li­che Mo­bi­li­tät sei es nicht nur wich­tig, die Bal­kan­tras­se

vom Len­ne­per Bahn­hof zum Lüttring­hau­ser Bahn­hof zu ver­län­gern, son­dern auch die Rad­we­ge in den Stadt­teil hin­ein zu ver­bes­sern. „Ge­ben Sie der Vor­zugs­stre­cke den

Vor­zug“, plä­dier­te Jasper mit Blick auf die Tras­sen­ver­län­ge­rung. Die­se sieht die Stre­cke ent­lang der Glei­se un­ter­halb der Lüttring­hau­ser Stra­ße vor. Ober­bür­ger­meis­ter

Burk­hard Mast-Weisz ver­sprach in sei­ner An­re­de, die­se An­re­gun­gen mit-zu­neh­men und zu be­rück­sich­ti­gen. Wich­tig sei die Ent­wick­lung der Flä­che des ehe­ma­li­gen Stand­or­tes der Grund­schu­le Ei­sern­stein. Der Um­zug der Stadt­teil­bi­blio­thek in das al­te Ge­rä­te­haus der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr sei mög­lich – aber nur mit dem Ein­ver­ständ­nis der dor­ti­gen Mie­ter. „Nie­mand soll ver­trie­ben wer­den“, er­gänz­te Mast-Weisz. Durch den Zu­sam­men­halt im Stadt­teil ha­be man be­reits viel be­we­gen kön­nen, sag­te Hei­mat­bund­vor­sit­zen­de Chris­tia­ne Kart­haus. Die­sen

Zu­sam­men­halt wün­sche sie sich auch in die­sem Jahr. Um vor­an zu­kom­men brau­che es Dis­kus­sio­nen und An­re­gun­gen.

FO­TOS: JÜR­GEN MOLL

Über den Um­bau der Kreu­zung Ei­sern­stein wird schon seit Jahr­zehn­ten dis­ku­tiert.

Die Hei­mat­bund-Vor­sit­zen­de Chris­tia­ne Kart­haus im Ge­spräch mit OB Burk­hard Mas­tWeisz.

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