Die Klar­na­men­pflicht im In­ter­net ist ein Streit­the­ma

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Stimme Des Westens -

Wunsch Die For­de­rung nach ei­ner Klar­na­men­pflicht im In­ter­net fin­det bei Tei­len der Be­völ­ke­rung im­mer mehr Zu­stim­mung. Zu­letzt hat­ten sich auch die CDU-Che­fin An­ne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er, der ehe­ma­li­ge EVP-Spit­zen­kan­di­dat Man­fred We­ber und Bun­des­tags­prä­si­dent Wolf­gang Schäu­b­le in die­ser Rich­tung ge­äu­ßert.

Um­set­zung Nicht nur die Fra­ge der tech­ni­schen Um­setz­bar­keit steht im Raum, auch wird über die Ef­fek­ti­vi­tät sol­cher Maß­nah­men dis­ku­tiert. In Süd­ko­rea bei­spiels­wei­se gab es zwi­schen 2007 und 2011 ei­ne Klar­na­men­pflicht im Netz. Nach nur vier Jah­ren wur­de sie wie­der ab­ge­schafft, un­ter an­de­rem, weil die Zahl der Hass­kom­men­ta­re im In­ter­net kaum zu­rück­ge­gan­gen war.

Mög­li­che Lö­sung Hass und Het­ze im In­ter­net dür­fen nicht to­le­riert, son­dern müs­sen mit al­ler not­wen­di­gen Kon­se­quenz ver­folgt wer­den. Nord­rhein-West­fa­len hat mit ei­nem Son­der­de­zer­nat, das gra­vie­ren­de Fäl­le po­li­tisch mo­ti­vier­ter Hass­re­den im In­ter­net ver­folgt, be­reits ers­te wich­ti­ge Er­fol­ge er­zielt. Die Staats­an­walt­schaft er­mit­telt da­bei in en­ger Zu­sam­men­ar­beit mit der Lan­des­an­stalt für Me­di­en NRW in dem Pro­jekt „Ver­fol­gen statt nur lö­schen“die Tä­te­rin­nen und Tä­ter.

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