Kri­tik an Co­ro­na-Ma­nage­ment des BAV

Der Wert­stoff­hof ist zwar wie­der ge­öff­net, ein Hü­ckes­wa­ge­ner ist den­noch un­ge­hal­ten über den BAV.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Hückeswage­ner Zeitung - VON STE­PHAN BÜLLESBACH

HÜCKESWAGE­N Nein, zu­frie­den mit dem Co­ro­na-Ma­nage­ment des Ber­gi­schen Ab­fall­wirt­schafts­ver­bands (BAV) ist Uwe Mareck nicht. Da­her schrieb der Hü­ckes­wa­ge­ner der Ge­schäfts­lei­tung des BAV ei­ne Mail, in der er die mehr­wö­chi­ge Zwangs­schlie­ßung und die Or­ga­ni­sa­ti­on der An­lie­fe­rung von Pri­vat­leu­ten scharf kri­ti­sier­te. Dar­in heißt es: „Der Bring­hof ist für al­le Hü­ckes­wa­ge­ner ei­ne Be­rei­che­rung und Er­leich­te­rung mit sei­nen tol­len Mit­ar­bei­tern. Ihn je­doch zu schlie­ßen – oh­ne In­for­ma­ti­on an die Bür­ger, le­dig­lich ein klei­ner Hin­weis am Tor – und oh­ne Vor­keh­run­gen zu tref­fen, das we­nigs­tens der Bring­hof mit al­len Si­cher­heits­maß­nah­men (..) wei­ter ge­öff­net blei­ben konn­te, ist schon ein Un­ding.“Je­der

Bür­ger hät­te sich mit Si­cher­heit den An­ord­nun­gen der Mit­ar­bei­ter – „die im­mer ei­ne To­par­beit leis­ten und im­mer ei­ne für den Bür­ger po­si­ti­ve Art ha­ben“– un­ter­ge­ord­net und Fol­ge ge­leis­tet, da­mit ei­ne Ab­ga­be zu­min­dest für Sperr­müll und Grün­schnitt mög­lich ge­we­sen wä­re.

Auf An­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on ver­tei­digt An­net­te Göd­dertz, Lei­te­rin Kom­mu­ni­ka­ti­on beim BAV, die Schlie­ßung und ver­weist er­neut auf die Bil­dung se­pa­ra­ter Ver­sor­gungs­teams. Sie hät­ten in den et­wa vier Wo­chen der Schlie­ßung auf den Wert­stoff­hö­fen die Re­ser­ve für die Fah­rer der Müll­fahr­zeu­ge ge­bil­det, wä­ren die­se mit dem Vi­rus in­fi­ziert wor­den und aus­ge­fal­len. Ma­recks Kri­tik be­trifft zu­dem die Wie­der­er­öff­nung des Wert­stoff­hofs und die da­mit ver­bun­de­nen Si­cher­heits­maß­nah­men. Er fragt: „War­um darf nur ei­ne Per­son im Au­to auf das Ge­län­de fah­ren?“Vie­le äl­te­re und nicht so kräf­ti­ge Men­schen hät­ten als Be­gleit­per­so­nen meis­tens Fa­mi­li­en­mit­glie­der mit im Au­to als Hil­fe. Der Ab­stand wä­re im­mer ge­währ­leis­tet, da eh nur ei­ner auf die Trep­pe am Con­tai­ner stei­gen kön­ne.

In die­sem Fall ver­weist An­net­te Göd­dertz auf die in der vo­ri­gen Wo­che ge­trof­fe­nen Si­cher­heits­vor­keh­run­gen für die An­lie­fe­rung. Dar­in heißt es un­ter an­de­rem, dass die Bür­ger zwar ge­be­ten wer­den, nach Mög­lich­keit al­lein zu kom­men. Falls er­for­der­lich, kön­ne aber ma­xi­mal ei­ne wei­te­re Per­son als Hil­fe zum Ent­la­den mit­kom­men. Das sei auch bei der Wie­der­er­öff­nung am Di­ens­tag in Hückeswage­n mit­un­ter der Fall ge­we­sen. „Un­se­re er­prob­ten Mit­ar­bei­ter ha­ben be­rich­tet, dass manch­mal zwei Er­wach­se­ne im Au­to sa­ßen und sich ge­gen­sei­tig hal­fen“, sagt die BAV-Spre­che­rin. Zu­dem sei­en die Mit­ar­bei­ter an den Au­tos in der lan­gen Schlan­ge ent­lang­ge­gan­gen und hät­ten die Fah­rer über die Si­cher­heits­re­geln in­for­miert. In die­sem Zu­sam­men­hang lobt sie die An­lie­fe­rer des Wert­stoff­hofs: „Das ist sehr ge­sit­tet ab­ge­lau­fen – ganz im Ge­gen­teil et­wa zu Köln.“

Ab kom­men­der Wo­che be­steht im Üb­ri­gen für al­le An­lie­fe­rer auf den BAV-Wert­stoff­hö­fen die Pflicht zum Tra­gen ei­nes Mund­schut­zes.

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