Wup­per­trail und das Kri­sen­ma­nage­ment

Der Ver­ein könn­te je­der­zeit in­ner­halb von drei Ta­gen die be­lieb­ten Drai­si­ne­fahr­ten zwi­schen Wup­per­talBey­en­burg und Radevormwa­ld wie­der auf­neh­men. Die Hel­fer ste­hen schon in den Start­lö­chern.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Radevormwa­ld - VON FLO­RA TREIBER

WUPPERORTE Kurz nach der Sai­son­er­öff­nung des Ver­eins Wup­per­trail leg­te die Co­ro­na-Kri­se Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten lahm. Be­trof­fen sind auch die Fahr­ten mit den Drai­si­nen von Wup­per­tal-Bey­en­burg nach Radevormwa­ld. Für Wup­per­trail be­deu­tet das ei­nen kom­plet­ten Aus­fall al­ler Ein­nah­men. Der wirt­schaft­lich auf­ge­stell­te Ver­ein hat es in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ge­schafft, li­qui­de zu blei­ben, aber das geht nicht ewig so wei­ter. Vor­stands­mit­glied Ar­min Barg hofft dar­auf, dass Fahr­ten in klei­nen Grup­pen bald wie­der statt­fin­den kön­nen.

Wup­per­trail be­schäf­tigt fünf Mi­ni­job­ber und zwei wei­te­re ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­te. Bis­her ist es dem Ver­ein ge­lun­gen, die­se Men­schen auch durch die Kri­se zu be­zah­len. „Un­se­re Mit­ar­bei­ter sind auf die­se Ein­nah­men an­ge­wie­sen. Al­lein­er­zie­hen­de oder Rent­ner kön­nen oft auf die­sen Zu­satz­ver­dienst nicht ver­zich­ten, auch wenn es nur we­ni­ge hun­dert Eu­ro im Mo­na­te sind“, sagt Barg. Für lau­fen­de Kos­ten sor­gen aber nicht nur die Mit­ar­bei­ter

des Ver­eins, son­dern auch War­tungs­ar­bei­ten an der Stre­cke und an den Drai­si­nen. Die So­fort­hil­fe hat der Ver­ein be­an­tragt und aus­ge­zahlt be­kom­men. „Durch die­se Hil­fe und un­se­re Rück­la­gen sind wir bis­her gut durch die Kri­se ge­kom­men, aber es wird Zeit, den Be­trieb wie­der auf­zu­neh­men, sonst wird es eng.“Barg hat die ver­gan­ge­nen Wo­chen da­für ge­nutzt, um ei­nen Maß­nah­men­ka­ta­log zu er­stel­len, der die schritt­wei­se Rück­kehr zum Nor­mal­be­trieb dar­stellt. „Je nach­dem, wel­che of­fi­zi­el­len Be­schlüs­se ge­trof­fen wer­den, wer­de ich die­sen Maß­nah­men­ka­ta­log der Be­zirks­re­gie­rung und un­se­rem Ver­kehrs­mi­nis­ter

vor­le­gen. Viel­leicht kön­nen wir dann wie­der fah­ren“, sagt Barg. Er stellt sich vor, dass Fa­mi­li­en, die in ei­nem Haus­halt le­ben, bald mit den Drai­si­nen fah­ren kön­nen. „Un­se­re Mit­ar­bei­ter kön­nen Ab­stand hal­ten, und Des­in­fek­ti­ons­mit­tel stel­len wir auch.“

Die Ein­nah­men, die weg­ge­bro­chen sind, be­kommt der Ver­ein aber nicht zu­rück. Ähn­lich wie bei Rei­se­bü­ros lässt sich die feh­len­de Sai­son nicht mehr auf­ho­len. Ei­ni­ge Kun­den ha­ben ih­re Bu­chun­gen ver­scho­ben und Gut­schei­ne ent­ge­gen­ge­nom­men, an­de­re ha­ben auf ei­ne Rück­zah­lung be­stan­den. „Schul­klas­sen oder Ju­bi­lä­ums­fahr­ten kom­men nicht zu ei­nem an­de­ren Zeit­punkt. Seit Be­ginn der Kri­se muss­ten wir 2500 Eu­ro an Kun­den, die be­reits ge­bucht hat­ten, zu­rück­zah­len“, sagt Barg.

Er und sein Team sind so auf­ge­stellt, dass sie den Be­trieb je­der­zeit in­ner­halb von drei Ta­gen wie­der auf­neh­men kön­nen. „Wir ste­hen in den Start­lö­chern und hof­fen dar­auf, dass die Drai­si­nen bald wie­der fah­ren dür­fen. Wenn auch mit neu­en Auf­la­gen und Si­cher­heits­re­geln.“

FO­TO: FLO­RA TREIBER

Ar­min Barg (hin­ten rechts) hofft, das die Drai­si­nen bald wie­der fah­ren.

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