Der Fuß­ball wird sich nicht än­dern

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Sport - STE­FAN KLÜTTERMAN­N

Die Co­ro­na-Pan­de­mie ist zwei­fels­oh­ne die größ­te Her­aus­for­de­rung in der Ge­schich­te der Fuß­ball-Bun­des­li­ga. Ein tie­fer Ein­schnitt. Mit der am Mitt­woch er­teil­ten Er­laub­nis, die Sai­son in Form von Geis­ter­spie­len zu En­de zu brin­gen, sind man­che Klubs der dro­hen­den In­sol­venz noch so ge­ra­de ein­mal von der Schip­pe ge­sprun­gen. Das will sich die Deut­sche Fuß­ball-Li­ga (DFL) ei­ne Leh­re sein las­sen. Ei­ne Task­force „Zu­kunft Pro­fi­fuß­ball“soll die per­ver­sen Aus­wüch­se des Ge­schäfts zu­rück­s­tut­zen. De­mut, Nach­hal­tig­keit, Rück­be­sin­nung – der Pro­fi­fuß­ball ver­legt sei­ne Schalt­zen­tra­le in die­sen Wo­chen öf­fent­lich­keits­wirk­sam von Frank­furt nach Ca­nos­sa. Al­lein der Glau­be fehlt, dass sich et­was än­dert.

Ge­halts­ober­gren­zen für Spie­ler, De­cke­lung der Be­ra­ter­be­zü­ge, ei­ne Re­gu­lie­rung des Trans­fer­markts, ei­ne stär­ke­re Ein­be­zie­hung von Fan­in­ter­es­sen – die zen­tra­len Punk­te der Wir-ha­ben-ver­stan­den-Agen­da lie­gen auf der Hand. Doch es gibt bei ih­nen al­len ein Pro­blem: Sie tan­gie­ren den Fuß­ball nicht da, wo er der Deut­schen liebs­te Sport­art ist, son­dern da, wo er knall­har­tes Ge­schäft ist. Wo Ki­cken Aus­druck des Ka­pi­ta­lis­mus ist. Wo Fuß­ball den Ge­set­zen des Mark­tes un­ter­liegt. Und der Markt kennt kei­ne De­mut.

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