Rück­kehr un­ter stren­gen Auf­la­gen

Die Fuß­ball-Be­zirks­li­gis­ten TSV und DV So­lin­gen äu­ßern Kri­tik.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Sport Regional -

SO­LIN­GEN (trd/tl) Am Sams­tag hat die Stadt So­lin­gen al­le Frei­luft­an­la­gen wie­der ge­öff­net. Hier ein Über­blick, wie die Clubs da­mit um­ge­hen.

Ame­ri­can Foot­ball Die Pa­la­dins wol­len die Chan­ce nut­zen, um zu­min­dest in ab­ge­speck­ter Form wie­der zu trai­nie­ren. „Mit Lauf­trai­ning, Agi­li­tät und Pass­rou­ten kön­nen wir uns be­schäf­ti­gen“, sagt De­nis Pa­len­schat, Vor­sit­zen­der des Foot­ball-Zweit­li­gis­ten. „Wir ar­bei­ten ge­ra­de an ei­nem Hy­gie­ne­kon­zept, um ab Frei­tag al­le un­se­re Teams zu­rück auf den Platz zu be­kom­men.“

Män­ner, Frau­en und Ju­gend wer­den an der Adolf-Cla­ren­bach-Stra­ße und am Scha­berg in klei­ne­ren Grup­pen ak­tiv sein. „Rea­lis­tisch sind vier Fün­fer-Grup­pen, die je­weils ei­ne Ecke des Plat­zes für sich be­an­spru­chen.“Um ei­ne ech­te Sai­son­vor­be­rei­tung durch­zu­füh­ren, müs­sen Kon­tak­te al­ler­dings wie­der er­laubt sein. Die­ser Schritt ist für den 30. Mai ge­plant. „Ob es dann zu ei­ner ver­kürz­ten Spiel­zeit kommt? Der Ver­band hofft es, und wenn es so kommt, sind wir na­tür­lich da­bei“, sagt Pa­len­schat.

Fuß­ball Die ra­sche Öff­nung der Fuß­ball­plät­ze hat der­weil nicht nur für Freu­de ge­sorgt. Die bei­den Be­zirks­li­gis­ten TSV so­wie DV So­lin­gen äu­ßer­ten bei­spiels­wei­se Kri­tik und wol­len wei­ter ab­war­ten. So fin­det DV-Sport­chef Ve­dat Atalay, dass Fuß­ball oh­ne Kon­takt oh­ne­hin nicht dar­stell­bar sei. Und: „Doch noch wich­ti­ger ist es, zu wis­sen, wann ge­spielt wer­den kann. Sonst ist trai­nie­ren nicht sehr sinn­voll.“

TSV-Ma­na­ger Yo­rik Hei­ber hat noch ganz an­de­re Pro­ble­me. „Mir ist es ein Rät­sel, wie man Mitt­woch­abend et­was ver­kün­den kann, oh­ne di­rekt kla­re Richt­li­ni­en ab­zu­ge­ben.“Die Po­li­tik ha­be vie­le fal­sche Er­war­tun­gen ge­weckt, die Ver­ei­ne hät­ten den Scha­den: „Da wird oben et­was ent­schie­den und die Ver­ant­wor­tung nach un­ten durch­ge­ge­ben.“Bes­ser sei es ge­we­sen, Lo­cke­run­gen an­zu­kün­di­gen und mit ge­nug Vor­lauf

Plä­ne zu er­ar­bei­ten. „Zu­mal: Selbst wenn Grup­pen wie­der be­gin­nen, so­bald ein Teil­neh­mer mit dem Vi­rus in­fi­ziert ist, geht es für al­le 14 Ta­ge in Qua­ran­tä­ne.“

Hei­ber pocht nicht auf ei­nen Wie­der­ein­stieg ins Trai­ning, auch wenn der Platz wie­der of­fen ist. Die Stadt hat kla­re Richt­li­ni­en er­ar­bei­tet, Kon­tak­te blei­ben ver­bo­ten: „Das hat mit un­se­rem Fuß­ball ja nichts zu tun. Ich möch­te den Ver­ein se­hen, der selbst­be­wusst sagt: Wir kön­nen ga­ran­tie­ren, dass al­les zu 100 Pro­zent ein­ge­hal­ten wird.“

Base­ball Bei den So­lin­gen Al­li­ga­tors ist am ehes­ten von ei­ner nor­ma­len Trai­nings­mög­lich­keit zu spre­chen. „Aus Ver­eins­sicht be­grü­ße ich die Öff­nung sehr, weil un­se­re Spie­ler end­lich wie­der die Chan­ce ha­ben, base­ball­spe­zi­fi­sche Din­ge zu tun“, sagt Vor­sit­zen­der Pe­ter Nie­mey­er. „Aus per­sön­li­cher Sicht hät­te ich auch kein Pro­blem da­mit ge­habt, noch et­was zu ab­zu­war­ten.“

Be­reits in die­ser Wo­che dür­fen die Al­li­ga­tors in­klu­si­ve ih­res Erst­li­ga-Teams wie­der auf den Platz und in den Schlag­kä­fig. „Wir be­schrän­ken uns auf Fün­fer­grup­pen, die sich ge­gen­sei­tig nicht be­geg­nen“, sagt Nie­mey­er. Das im­mens wich­ti­ge Schlag­trai­ning ist auf­grund des na­tur­ge­mäß vor­han­de­nen Ab­stands oh­ne Ein­schrän­kun­gen mög­lich. „Nur auf Spiel­si­tua­tio­nen – mit An­griff und Ab­wehr gleich­zei­tig auf dem Feld – müs­sen wir ver­zich­ten.“

FOTO: BEIER

Ob Way­ne Ough (l.) Bäl­le ser­vie­ren wird, ist of­fen.

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