Stadt plant die Öff­nung des Qu­el­len­ba­des für En­de des Mo­nats

Noch lie­gen nur gro­be Rah­men­be­din­gun­gen bei der Stadt­ver­wal­tung vor, aber Mi­nis­te­ri­um und Land kün­di­gen an, zeit­nah De­tails be­kannt­zu­ge­ben.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Wermelskir­chener Anzeiger - VON JOA­CHIM RÜTTGEN

WERMELSKIR­CHEN Vom Mi­nis­te­ri­um und vom Land gibt es noch kei­ne kon­kre­ten Vor­ga­ben – aber trotz­dem ar­bei­tet die Stadt­ver­wal­tung in­ten­siv dar­an, ab En­de Mai das Qu­el­len­bad wie­der zu öff­nen. „Die Wahr­schein­lich­keit ist schon groß. Wir müs­sen aber klä­ren, wie wir uns auf­stel­len“, sagt Andre­as Voß, Lei­ter des Am­tes für Ju­gend, Bil­dung und Sport.

Im Kern ge­he es da um ein trag­fä­hi­ges Hy­gie­ne­kon­zept. Das sieht vor al­lem ei­ne Ober­gren­ze bei der Be­su­cher­zahl

vor, was sich nach An­ga­ben von Voß über den Kas­sen­au­to­ma­ten re­geln las­se – ähn­lich wie in ei­nem Park­haus. „Wir müs­sen au­ßer­dem in­ner­halb des Ba­des die We­ge­ver­bin­dun­gen re­geln, da­mit es kei­nen Be­geg­nungs­ver­kehr der Be­su­cher gibt“, sagt er.

In Zu­kunft wer­de es wohl vie­le Schil­der, Rich­tungs­weg­wei­ser und Kle­be­strei­fen ge­ben. Klar ist, dass die Sam­mel­um­klei­den ge­schlos­sen blei­ben müs­sen und bei den Um­klei­den nur je­de zwei­te Ka­bi­ne be­setzt wer­den darf. Die Du­schen wer­den zu­gäng­lich blei­ben, al­ler­dings müs­se es ei­nen Weg rein und ei­nen an­de­ren wie­der raus ge­ben. „Und wir öff­nen wahr­schein­lich auch nur ei­ne be­grenz­te Zahl an Du­schen“, kün­digt Voß an.

Die Deut­sche Bä­der­ge­sell­schaft ha­be ent­spre­chen­de Richt­li­ni­en ver­öf­fent­licht, an die sich die Stadt hal­ten wer­de.

Im Be­cken wer­de man dar­auf ach­ten, dass nur ei­ne be­grenz­te Zahl an Schwim­mern zu­ge­las­sen sind. Die Be­cken­auf­sicht sei da ge­for­dert. Schwie­rig sei noch, wie man je­den

„Wir müs­sen klä­ren, wie wir uns auf­stel­len“

Gast hin­ter­her des­in­fi­zie­ren soll. „Soll­te da ein hö­he­rer Per­so­nal­auf­wand nö­tig sein, ha­be ich die Idee, das Drei­schicht-Sys­tem auf­zu­he­ben, dann aber viel­leicht auch die Öff­nungs­zei­ten zu re­du­zie­ren“, sagt Voß.

Pro­ble­me ge­be es der­zeit mit dem Lehr­schwimm­be­cken, dort sei­en wäh­rend der Schließ­zeit die Flie­sen hoch­ge­kom­men. Des­halb blei­be die­ser Be­reich auf je­den Fall ge­schlos­sen. Andre­as Voß schließt nicht aus, dass ei­ne Öff

Andre­as Voß Amts­lei­ter

nungs­zeit um den 30. Mai et­was zu früh kom­men könn­te. „Wir brau­chen even­tu­ell noch et­was mehr Vor­lauf­zeit und wür­den dann ge­ge­be­nen­falls ei­ne Wo­che spä­ter öff­nen.

Ei­ne Idee ist auch, dass Hal­len­bad nicht, wie ge­wohnt, im Som­mer zu schlie­ßen, um auch dann die Mög­lich­keit zu ge­ben, Sport zu trei­ben. „Ein Bad zu schlie­ßen, ist die ei­ne Sa­che. Es in der Co­ro­na-Zeit wie­der hoch­zu­fah­ren, ei­ne gan­ze an­de­re“, sagt der Amts­lei­ter. Die Vor­aus­set­zun­gen sei­en gänz­lich an­ders. „Aber wir wol­len das un­be­dingt hin­be­kom­men“, sagt Voß. Es sei ex­trem wich­tig, die Stan­dards ein­zu­hal­ten und zu er­ken­nen, dass Co­ro­na nicht vor­bei ist. „Das In­fek­ti­ons­ri­si­ko bleibt hoch, und wir ha­ben ei­ne Ver­ant­wor­tung ge­gen­über un­se­rem Per­so­nal und den Gäs­ten“, sagt er. Des­halb blei­be auch die Sau­na auf je­den Fall ge­schlos­sen. Hier sei vor al­lem die Kon­trol­le der Ab­stands­re­ge­lun­gen nicht mög­lich. „Es ist schlicht­weg zu eng“, sagt Voß.

Ihm ist es wich­tig, das Qu­el­len­bad in ei­nem ver­nünf­ti­gen und ver­tret­ba­ren Rah­men zu öff­nen: „Da bin ich in der Ten­denz vor­sich­tig op­ti­mis­tisch“.

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