Auf Phi­lo­so­phie folgt der Hu­mor

Ein Jahr nach sei­nem ers­ten Werk ver­öf­fent­licht Wolf­gang Paul ein neu­es Buch, in dem er sich skur­ri­len All­tags­mo­men­ten wid­met.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Wermelskir­chen - VON THE­RE­SA DEMSKI

DABRINGHAU­SEN Als sich Wolf­gang Paul vor zwei Jah­ren zum ers­ten Mal an­schick­te, Buch­sei­ten zu fül­len, da nahm er sich die schwe­ren The­men vor. Er schrieb über den Men­schen und feh­len­de Wert­schät­zung, über die gro­ßen Fra­gen des Le­bens und neue Per­spek­ti­ven. Er nann­te es: „Der auf­recht ge­bück­te Mensch“. Wolf­gang Paul hat­te ge­ra­de sein ei­ge­nes Le­ben auf den Kopf ge­stellt, sich be­ruf­lich kom­plett ver­än­dert und die Fra­ge nach Glück­se­lig­keit ge­stellt.

Rund zwei Jah­re spä­ter hat sich Wolf­gang Paul an sein zwei­tes Buch ge­setzt. „Und die­ses Mal geht es um Hu­mor“, sagt er und lä­chelt. „Es ist leicht und luf­tig ge­wor­den.“Und das deu­tet schon der Ti­tel sei­nes neu­en Werks an: „. . . und ewig küsst mich Dorn­rös­chen wach“. Die­ses Mal wid­met sich der Da­b­ring­hau­se­ner den skur­ri­len All­tags­mo­men­ten: Er schreibt über Mon­ta­ge und den Bü­ro­all­tag, über Be­zie­hun­gen und

Freu­de, über Nach­barn und Aben­de im Re­stau­rant, über Män­ner­grip­pe und Kin­der.

In 29 Ka­pi­teln wid­met er sich den hei­te­ren Be­ob­ach­tun­gen des All­tags – das Buch gibt es ab so­fort di­gi­tal und ge­druckt im Buch­han­del. „Der Ti­tel könn­te schnell da­zu ver­lei­ten, von ei­nem Mär­chen­buch aus­zu­ge­hen“, sagt Paul, „aber es geht nicht um Mär­chen.“Das wah­re Le­ben will der Au­tor ab­bil­den und hat sich fol­gen­de Zu­ta­ten für sein Re­zept vor­ge­nom­men: Hu­mor und

Iro­nie, Sar­kas­mus und ei­ne Pri­se rea­les Le­ben. „Hu­mor ist die ei­gent­li­che Wür­ze un­se­res All­tags“, hat der Au­tor für sich selbst fest­ge­stellt und den Gen­re­wech­sel nicht be­reut. Auch ihm selbst sei bei die­sem Buch viel hei­te­rer ums Herz als bei dem ers­ten Band. „Al­les hat sei­ne Zeit“, sagt Paul. Vor dem Hu­mor sei­en die grund­sätz­li­chen Fra­gen des Le­bens dran ge­we­sen.

Und was kommt da­nach ? „Ich schrei­be wei­ter“, sagt Paul, „ne­ben­be­ruf­lich na­tür­lich.“Denn haupt­be­ruf­lich ist der 58-Jäh­ri­ge als Ar­beits­si­cher­heits­be­ra­ter im Ein­satz. Ein Kri­mi steht noch auf sei­ner Lis­te, und er denkt auch dar­über nach ein Tier­buch zu schrei­ben. „Viel­leicht aus Sicht ei­ner Kat­ze“, sagt Paul. Und an­schlie­ßend kön­ne er sich auch ein Kin­der­buch über Freund­schaft vor­stel­len. Die Ide­en lie­gen be­reits in der Schub­la­de.

Wolf­gang Paul: „Und ewig küsst mich Dorn­rös­chen wach“; Tre­di­ti­on-Ver­lag 2020, 296 Sei­ten, 12 Eu­ro

FO­TO: PAUL

Gen­re-Wech­sel: Wolf­gang Paul hat sich mit sei­nem zwei­ten Buch auf Hu­mor ver­legt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.