WOH­NEN & RECHT

Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald - - Immobilien & Geld -

(bü) Schen­kung Schen­ken El­tern ih­rem Sohn ein Grund­stück, das noch ab­be­zahlt wer­den muss, und las­sen sie sich den so ge­nann­ten Nieß­brauch ein­räu­men, so min­dert der Wert die­ses Nieß­brauchs­rechts (das kann der Wohn­wert sein, aber bei ver­mie­te­ten Ob­jek­ten auch die Miet­ein­nah­men) den Wert der Schen­kung. Der Jah­res­wert des Nieß­brauch­rechts ist un­ter Ab­zug der Schuld­zin­sen für das – zum Zeit­punkt der Schen­kung be­ste­hen­den – Dar­le­hen zu er­mit­teln. Das gilt je­den­falls dann, wenn die Zin­sen wei­ter­hin von den El­tern ge­zahlt wer­den. (BFH, II R 4/16)

Miet­erhö­hung Der Bun­des­ge­richts­hof hat ent­schie­den, dass Mie­ter auch dann an ei­ne Miet­erhö­hung ge­bun­den sind, wenn ih­re Woh­nung klei­ner ist als vom Ver­mie­ter zu­grun­de ge­legt. Die hö­he­re Mie­te muss al­so wei­ter­ge­zahlt wer­den, ob­wohl sie mit ei­ner fal­schen Re­chen­grund­la­ge er­mit­telt wor­den ist. Das gel­te je­den­falls so­lan­ge sie un­ter­halb der orts­üb­li­chen Ver­gleichs­mie­te bleibt. Weil auch die „neue“Mie­te un­ter Be­rück­sich­ti­gung der wah­ren Flä­che un­ter­halb der in dem Wohn­be­reich üb­li­chen Qua­drat­me­ter­mie­te lag, muss­te sie wei­ter­hin ge­zahlt wer­den. (BGH, VIII ZR 234/18)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.