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Nach­hal­tig­keit: Die Vail­lant-Grup­pe will kli­ma­neu­tral wer­den

- VON SVEN SCHLICKOWE­Y Carbon Footprint · Clean Tech · Ecology · Grad, Grad · Vaillant Group · Remscheid

REM­SCHEID Die Vail­lant Group will kli­ma­neu­tral wer­den. Das hat der Heiz­tech­nik­spe­zia­list, 1874 in Rem­scheid ge­grün­det und seit­her in Fa­mi­li­en­be­sitz, in ei­ner of­fi­zi­el­len Ver­laut­ba­rung mit­ge­teilt. Man ha­be ei­ne „am­bi­tio­nier­te, lang­fris­ti­ge Kli­ma­stra­te­gie ent­wi­ckelt“, so das Un­ter­neh­men. Kern­punk­te sind ei­ne schritt­wei­se Re­du­zie­rung der Emis­sio­nen und ei­ne Kom­pen­sa­ti­on des ver­blei­ben­den Aus­sto­ßes von kli­ma­schäd­li­chen Treib­haus­ga­sen.

„Bis zum Jahr 2030 re­du­ziert die Vail­lant Group ih­re ei­ge­nen

CO2-Emis­sio­nen um 50 Pro­zent“, heißt es in der Mit­tei­lung. Dies er­rei­che man „durch den Ein­satz von elek­tri­scher Ener­gie aus er­neu­er­ba­ren Qu­el­len, ei­nen deut­lich re­du­zier­ten Ener­gie­ver­brauch in Pro­duk­ti­ons­pro­zes­sen und Ge­bäu­den so­wie In­ves­ti­tio­nen in ei­ne um­welt­freund­li­che Fahr­zeug­flot­te“. Mehr als 90 Pro­zent der welt­wei­ten Koh­len­stoff­di­oxid-Emis­sio­nen der Grup­pe ent­ste­he an den Pro­duk­ti­ons­stand­or­ten und durch die Nut­zung von Fir­men­fahr­zeu­gen, so das Un­ter­neh­men.

Die durch die­se Maß­nah­men nicht ver­meid­ba­ren Emis­sio­nen glei­che man ab so­fort durch be­ste­hen­de, zer­ti­fi­zier­te Auf­fors­tungs­pro­jek­te aus, heißt es wei­ter. „Zu­dem plant die Vail­lant Group, lang­fris­tig ei­ge­ne Auf­fors­tungs­pro­jek­te in Schwel­len­län­dern durch­zu­füh­ren.“Die so ge­schaf­fe­nen Wald­flä­chen sol­len die Treib­haus­ga­se, die die Fir­ma zu­künf­tig er­zeugt, auf­neh­men.

„Mit der neu­en Kli­ma­stra­te­gie er­reicht die Vail­lant Group be­reits ab die­sem Jahr ei­ne voll­stän­di­ge Kom­pen­sa­ti­on der CO2-Emis­sio­nen, die aus dem Pro­duk­ti­ons- und Ge­schäfts­be­trieb ent­ste­hen“, sagt Dr. Nor­bert Schie­deck, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­füh­rung der Vail­lant Group, die welt­weit mit rund 14.000 Mit­ar­bei­tern et­wa 2,6 Mil­li­ar­den Eu­ro Um­satz er­zielt. So wol­le man ei­nen Bei­trag da­zu leis­ten, die Er­der­wär­mung auf 1,5 Grad zu be­gren­zen. Ganz neu sind die ak­tu­el­len Be­mü­hun­gen für das Rem­schei­der

Un­ter­neh­men nicht. Be­reits 2011 hat­te man ver­bind­li­che und vor al­lem mess­ba­re Nach­hal­tig­keits­zie­le bis 2020 fest­ge­legt, dar­un­ter auch ei­ne Re­du­zie­rung des Koh­len­stoff­di­oxid-Aus­sto­ßes um 25 Pro­zent. Ein Ziel, das man nach ei­ge­nen An­ga­ben so­gar über­trof­fen hat: Von 2010 bis 2020 ha­be Vail­lant in Re­la­ti­on zu den Fer­ti­gungs­mi­nu­ten CO2-Emis­sio­nen und Ener­gie­ver­brauch um rund 30 Pro­zent ge­senkt, heißt es in der Mit­tei­lung. Da­für gab es un­ter an­de­rem 2015 den Deut­schen Nach­hal­tig­keits­preis als nach­hal­tigs­tes Groß­un­ter­neh­men Deutsch­lands.

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FO­TO: SIE­BER (ARCHIV) Der Rem­schei­der Heiz­tech­nik­spe­zia­list Vail­lant möch­te et­was zum Kli­ma­schutz bei­tra­gen.

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