Bergische Morgenpost Wermelskirchen/Hückeswagen/Radevormwald

Nut­zungs­ver­bot wird nun an­ge­foch­ten

Hart­mut Fuchs hat ei­ne Kla­ge ge­gen die Stadt ein­ge­reicht. Ziel ist ei­ne Nut­zungs­er­laub­nis für Fel­der­manns Hüt­te. Ei­ne Pe­ti­ti­on für die wei­te­re Nut­zung als Fei­er­ort hat be­reits zahl­rei­che Un­ter­stüt­zer im In­ter­net ge­sam­melt.

- VON FLO­RA TREI­BER Radevormwald · Cologne

RADEVORMWA­LD Seit An­fang Ok­to­ber darf „Fel­der­manns Hüt­te“in der Ort­schaft Kat­ten­busch nicht mehr für ge­sel­li­ge Zu­sam­men­künf­te ge­nutzt wer­den. Ob­wohl das Grund­stück seit Jahr­zehn­ten für Fei­ern, öf­fent­li­che und pri­va­te Ver­an­stal­tun­gen ge­nutzt wird, ist die­se Art der Nut­zung jetzt un­ter­sagt. Weil die Hüt­te nur als Stall ge­neh­migt ist, muss­te das Bau­auf­sichts­amt tä­tig wer­den, nach­dem ein Nach­bar An­zei­ge ge­stellt hat­te. In Radevormwa­ld hat die­ses The­ma für Dis­kus­sio­nen ge­sorgt, weil der Ort am Kat­ten­busch für vie­le Bür­ger mit schö­nen Er­in­ne­run­gen ver­bun­den ist. Auf der Platt­form Avaaz.org läuft ei­ne Pe­ti­ti­on un­ter dem Ti­tel „Fel­der­manns Hüt­te muss blei­ben“, die bis­her von über 980 Per­so­nen un­ter­stützt wird. Hart­mut Fuchs, Ei­gen­tü­mer

der Hüt­te und des Grund­stücks hat die­se Pe­ti­ti­on auf­merk­sam ver­folgt. „Die Pe­ti­ti­on wur­de nicht von uns, son­dern von ei­ner Nach­ba­rin ge­star­tet. Für mich bil­det die Bür­ger­pe­ti­ti­on ein Stim­mungs­bild ab.

„Für mich bil­det die Pe­ti­ti­on ein Stim­mungs­bild ab. Die Un­ter­stüt­zung ist enorm und für uns na­tür­lich er­freu­lich“

Hart­mut Fuchs Grund­stücks­be­sit­zer

Die Un­ter­stüt­zung ist enorm und für uns na­tür­lich er­freu­lich“, sagt er.

Hart­mut Fuchs hat nun Kla­ge ge­gen das Bau­auf­sichts­amt der Stadt Radevormwa­ld ein­ge­reicht, um die Ord­nungs­ver­fü­gung und da­mit die Nut­zungs­un­ter­sa­gung von „Fel­der­manns Hüt­te“an­zu­fech­ten. Kla­ge­ge­gen­stand

ist die Ord­nungs­ver­fü­gung vom 10. Sep­tem­ber so­wie die Nut­zungs­än­de­rung ei­nes Stall­ge­bäu­des in ei­nen Ver­an­stal­tungs­raum.

Die Stadt zeigt sich von der An­fech­tungs­kla­ge, die am Ver­wal­tungs­ge­richt Köln ein­ge­gan­gen ist, nicht über­rascht. „Die Kla­ge ge­gen die Nut­zungs­un­ter­sa­gung ist ein­ge­gan­gen. Im Mo­ment han­delt es sich um ein schwe­ben­des Ver­fah­ren. Ei­ne Über­ra­schung war die Kla­ge nicht, weil sie be­reits über die Me­di­en an­ge­kün­digt wur­de. Jetzt war­ten wir ab“, sagt Jörn Fer­ner von der Bau­auf­sicht.

Hart­mut Fuchs er­klärt in der An­fech­tungs­kla­ge, dass Fel­der­manns Hüt­te ak­tu­ell nicht als „Not­stall und Schutz­hüt­te für Tie­re“be­nö­tigt wird und das Ge­bäu­de mit der zu­ge­hö­ri­gen Frei­flä­che „be­darfs­ori­en­tiert und oh­ne Ge­winn­erzie­lungs­ab­sicht

zu Ver­fü­gung ge­stellt wird.“Er er­klärt au­ßer­dem, dass die Hüt­te nicht als pro­fes­sio­nel­ler Ver­an­stal­tungs­raum ge­nutzt wird, son­dern „le­dig­lich mit lo­se auf­ge­stell­ten Bier­zelt­gar­ni­tu­ren“aus­ge­stat­tet ist. Mit der An­fech­tungs­kla­ge ent­schei­det jetzt das Ge­richt über die Zu­kunft von „Fel­der­manns Hüt­te“. „Mit der Kla­ge liegt der Ball jetzt im Feld des Ge­set­zes“, sagt Hart­mut Fuchs.

In der Hüt­te und auf dem Grund­stück ha­ben in den ver­gan­ge­nen 40 Jah­re nicht nur eh­ren­amt­li­che Ver­an­stal­tun­gen ört­li­cher Ver­ei­ne statt­ge­fun­den, son­dern auch Got­tes­diens­te, Mar­tin­s­zü­ge, po­li­ti­sche Ver­an­stal­tun­gen so­wie Tref­fen von Kin­der­gär­ten. Mit­tel­punkt die­ser Ver­an­stal­tun­gen war meis­tens, so­weit es die Wit­te­rung zu­ge­las­sen hat, das Au­ßen­ge­län­de rund um „Fel­der­manns Hüt­te“.

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FO­TO: FA­MI­LIE FUCHS Abend­ver­an­stal­tung an Fel­der­manns Hüt­te wie hier kön­nen der­zeit nicht statt­fin­den. Vie­le Bür­ger be­dau­ern das.

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