Street­wor­ker für mehr Ru­he im Stadt­park

Bergische Morgenpost Wermelskirchen - - WERMELSKIRCHEN - VON STE­PHAN SIN­GER

Der CDU-Orts­ver­band Da­b­ring­hau­sen lud zur Jah­res­ver­samm­lung. Im Mit­tel­punkt stand da­bei der Aus­tausch mit der Stadt­ver­wal­tung und der ak­tu­el­le Stand vie­ler The­men, die das Dorf di­rekt be­tref­fen: Po­li­zei, Stadt­park, Ede­ka, Lärm.

WERMELSKIRCHEN We­ni­ger ei­ne klas­si­sche Form­sa­che als mehr ei­ne Netz­werk-Ver­an­stal­tung war die Jah­res­ver­samm­lung des CDU-Orts­ver­ban­des Da­b­ring­hau­sen. Den Schwer­punkt bil­de­ten die Bei­ge­ord­ne­ten Ste­fan Görnert und Tho­mas Mar­ner. Das Duo der Stadt­ver­wal­tung be­rich­te­te un­ter dem Mot­to „Was pas­siert in Da­b­ring­hau­sen?“.

Der knapp 75 Mit­glie­der star­ke CDU-Orts­ver­band hat­te zu der öf­fent­li­chen Ver­samm­lung eben­so Ver­tre­ter an­de­rer Ver­ei­ne und Grup­pen ein­ge­la­den. So ka­men nicht nur CDU-Ver­tre­ter aus Dhünn und Wermelskirchen ins Dorf, son­dern auch „Nicht-Christ­de­mo­kra­ten“wie Andre­as Gall vom Da­b­ring­hau­se­ner Turn­ver­ein (DTV) oder Dank­mar Stolz vom Mar­ke­ting­ver­ein „Wir in Wermelskirchen“(WiW). Mo­bi­le Po­li­zei­wa­che Vor den 31 An­we­sen­den be­ton­te der Vor­sit­zen­de Micha­el Schnei­der er­neut, dass sich der Orts­ver­band für Da­b­ring­hau­sen ei­ne mo­bi­le Po­li­zei­wa­che ähn­lich des mo­bi­len Bür­ger­bü­ros wünscht: „Bei­spiels­wei­se ei­ne St­un­de pro Wo­che könn­te sich eta­blie­ren. Ge­ra­de für äl­te­re Men­schen wä­re das ei­ne An­lauf­stel­le. Wir kön­nen das nicht ent­schei­den, wol­len aber den Rah­men da­für set­zen“, sag­te er. Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus Für den Bau ei­nes neu­en Ge­rä­te­hau­ses für die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr in Da­b­ring­hau­sen sei ein Grund­stück an der Land­stra­ße 101 ge­fun­den, der Stadt­rat ha­be den Kauf ge­neh­migt, be­rich­te­te der Ers­te Bei­ge­ord­ne­te Ste­fan Görnert. „Das kann jetzt zü­gig no­ta­ri­ell fi­xiert wer­den, und dann wol­len wir sehr, sehr schnell an die Um­set­zung ge­hen.“Vor­ge­se­hen sei ein mo­der­nes, zeit­ge­mä­ßes Ge­rä­te­haus, das in Mo­dul­bau­wei­se er­rich­tet wer­de. „Es ist nicht aus­ge­schlos­sen, dass dann in Zu­kunft ei­ne Er­wei­te­rung er­folgt. Au­ßer­dem ist der Bau in Da­b­ring­hau­sen ein Re­fe­renz­ob­jekt für wei­te­re Ge­rä­te­häu­ser im Stadt­ge­biet.“ Kin­der­gar­ten Bus­sard­weg We­ni­ger gu­te Nachrichten hat­te Görnert in Be­zug auf das „Nest“für U3-Kin­der am städ­ti­schen Kin­der­gar­ten Bus­sard­weg. „Die In­stand­set­zung nach dem Was­ser­scha­den dau­ert län­ger als ge­hofft. Es ist un­be­stimmt, wann es fer­tig ist.“Ei­nen Dank rich­te­te er an die Mit­ar­bei­ter in den städ­ti­schen Ki­tas, die das Pro­blem ab­fan­gen, und an die El­tern, die mit er­höh­tem Auf­wand und fle­xi­blem Mit­wir­ken ei­nen Bei­trag leis­ten. Stand­ort Ede­ka Zur­zeit hö­re man nicht viel, aber die Sa­che ar­bei­te vor sich hin, kom­men­tier­te Micha­el Schnei­der in Sa­chen neu­er Stand­ort für Ede­ka in Da­b­ring­hau­sen. Der Tech­ni­sche Bei­ge­ord­ne­te Tho­mas Mar­ner wur­de kon­kre­ter: „Die Be­zirks­re­gie­rung Köln steht dem Vor­ha­ben sehr auf­ge­schlos­sen ge­gen­über. Sie will so­gar die Be­ar­bei­tung des Re­gio­nal­plans vor­zie­hen, um das Ver­fah­ren zu be­schleu­ni­gen. Jetzt müs­sen die Pla­ner von Ede­ka ar­bei­ten.“Den mit dem Ede­ka-Bau an­ge­dach­ten Kreis­ver­kehr ha­be er erst ein­mal noch nicht bei der Be­zirks­re­gie­rung an­ge­spro­chen, um nicht den Arm bei aus­ge­streck­ter Hand ab­zu­rei­ßen: „Der Bau ei­nes Kreis­ver­kehrs ist ein zwei­ter Schritt, wenn die Neu­an­sied­lung von Ede­ka ge­si­chert ist.“ Lärm im Stadt­park Wet­ter­be­dingt hat sich die Dis­kus­si­on um Lärm­be­läs­ti­gung durch Ju­gend­li­che im Stadt­park über den Win­ter be­ru­higt. Den­noch ha­be die Ver­wal­tung das The­ma nicht aus den Augen ver­lo­ren, sag­te Görnert. „Wir ha­ben uns zwei Con­tai­ner ge­si­chert, die zu ei­nem An­lauf­punkt aus­ge­baut wer­den kön­nen. Al­ler­dings ha­ben wir da­für noch kei­ne Ent­schei­dung zu ei­nem Stand­ort in Da­b­ring­hau­sen ge­trof­fen.“Sein Ziel sei obend­rein die Schaf­fung ei­ner Stel­le für ei­nen So­zi­al­ar­bei­ter (Street­wor­ker), der für ganz Wermelskirchen zu­stän­dig sei. „Der So­zi­al­be­richt des Krei­ses stellt ein­deu­tig fest, dass in Wermelskirchen nie­der­schwel­li­ge An­ge­bo­te für Ju­gend­li­che feh­len. Den Be­reich Hö­fer­hof, in dem es zu­letzt Be­schwer­den gab, hat das Ord­nungs­amt im Blick.“ Wirt­schafts­för­de­rung An­ge­spro­chen auf mög­li­che At­trak­ti­vi­täts­stei­ge­run­gen für das Dorf und mit Blick auf den jah­re­lan­gen Leer­stand des ehe­ma­li­gen Schle­cker-Stand­orts, sag­te Mar­ner: „Die bis­he­ri­gen För­der­pro­gram­me wa­ren zu­letzt al­le auf In­nen­städ­te be­zo­gen. Wir müs­sen in der Ver­wal­tung un­se­re Wirt­schafts­för­de­rung stel­len­tech­nisch aus­bau­en. Im Mo­ment geht es nicht bes­ser, weil es stief­müt­ter­lich be­han­delt ist.“

BM-FO­TO: JÜR­GEN MOLL (AR­CHIV)

Der Stadt­park in Da­b­ring­hau­sen ist nicht das Är­ger­nis, wohl aber im­mer mal wie­der lär­men­de Ju­gend­li­che, über die sich die An­woh­ner im Dorf auf­re­gen. Die Stadt hat sich zwei Con­tai­ner ge­si­chert, die zu ei­nem An­lauf­punkt aus­ge­baut wer­den kön­nen. Ei­nen Stand­ort gibt es aber noch nicht.

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