Mehr Geld für 160 Mit­ar­bei­ter von Avea und Re­lo­ga

Ab dem 1. Ja­nu­ar wer­den al­le Be­diens­te­ten der städ­ti­schen Ab­fall­ent­sor­gungs­un­ter­neh­men gleich be­zahlt.

Bergische Morgenpost Wermelskirchen - - WERMELSKIRCHENER ANZEIGER - VON SIEG­FRIED GRASS

LE­VER­KU­SEN Das „Neu­jähr­chen“fällt für vie­le Mit­ar­bei­ter der städ­ti­schen Ab­fall­ent­sor­gungs­un­ter­neh­men Avea und Re­lo­ga dies­mal et­was üp­pi­ger aus. Ge­nau ge­nom­men sind es rund 100 von 420 Mit­ar­bei­tern der Avea und et­wa die Hälf­te der 120 Re­lo­ga-Mit­ar­bei­ter, die mit ih­rer ers­ten Ge­halts­zah­lung im neu­en Jahr deut­lich mehr Geld aus­ge­zahlt be­kom­men. „In Ein­zel­fäl­len kön­nen das übers Jahr ge­rech­net vier­stel­li­ge Sum­men sein“, be­rich­tet Be­triebs­rats­vor­sit­zen­der Oli­ver Ruß freu­dig über ei­ne Ver­ein­ba­rung, die er mit der Ge­schäfts­füh­rung ge­ra­de noch recht­zei­tig zum Jah­res­en­de ab­schlie­ßen konn­te.

Am 1. Ja­nu­ar wer­den da­mit al­le Mit­ar­bei­ter nach dem Ta­rif­ver­trag des öf­fent­li­chen Di­ens­tes (TVÖD) be­zahlt. Das be­deu­tet: Al­le ar­bei­ten künf­tig 39 statt 40 St­un­den in der Wo­che, al­le er­hal­ten vol­les Weih­nachts­geld, al­le ha­ben 30 Ta­ge Ur­laub. Eben­so wer­den die Über­stun­den­zu­schlä­ge ab der ers­ten St­un­de ge­zahlt.

Kurz vor Jah­res­en­de kam die­se Ver­ein­ba­rung zu­stan­de, die Ver­hand­lun­gen gin­gen ge­räusch­los über die Büh­ne. Für Oli­ver Ruß ist das ganz wich­tig: „Ich se­he das als Wert­schät­zung der Ar­beit von Mit­ar­bei­tern, die bis­lang we­ni­ger Geld als ih­re Kol­le­gen er­hiel­ten.“

Das be­traf vor al­lem den zwei­ten Mann auf dem Tritt­brett der Müll­fahr­zeu­ge, die eben­so wie ih­re Kol­le­gen bei Wind und Wet­ter die glei­che schwe­re Ar­beit ma­chen. „Das ist für mich ein Zei­chen für Gleich­be­rech­ti­gung“, so Ruß. Er füg­te noch hin­zu, dass es wohl auch des­halb so gut mit der Ver­ein­ba­rung ge­klappt ha­be, weil bei­de Un­ter­neh­men der­zeit wirt­schaft­lich recht gut da­ste­hen.

Das Ent­sor­gungs­ge­biet der Avea-Un­ter­neh­mens­grup­pe er­streckt sich ins­ge­samt über ei­ne Flä­che von 1430 Qua­drat­ki­lo­me­tern. Das Are­al, auf dem sie den Ab­fall be­sei­tigt, um­fasst die Stadt Le­ver­ku­sen so­wie den Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis und den Ober­ber­gi­schen Kreis. Ge­sell­schaf­ter sind je­weils zur Hälf­te der Ber­gi­sche Ab­fall­wirt­schafts­ver­band (BAV ) und die Stadt Le­ver­ku­sen.

Die Re­lo­ga ist ein re­gio­na­ler Con­tai­ner­dienst und ver­steht sich als Ent­sor­gungs­part­ner von Kom­mu­nen und Un­ter­neh­men, aber auch von pri­va­ten Kun­den, die bei­spiels­wei­se Bau­schutt oder grö­ße­re Gar­ten­ab­fäl­le los­wer­den wol­len.

„Wenn jetzt al­le ein­heit­lich nach ei­nem Ta­rif­ver­trag be­zahlt wer­den, klingt das erst ein­mal nicht nach et­was Be­son­de­rem“, klärt Oli­ver Ruß auf, der zu­gleich für die SPD im Le­ver­ku­se­ner Stadt­rat sitzt. „Doch für die Mit­ar­bei­ter ist das ei­ne gro­ße Sa­che.“Da­mit blie­ben kom­mu­na­le Un­ter­neh­men wei­ter­hin at­trak­tiv für Ar­beit­neh­mer. Und das in ei­ner Zeit, in der es im­mer schwe­rer wer­de, ge­eig­ne­tes Per­so­nal über­haupt zu fin­den.

Und nicht zu­letzt sieht der Be­triebs­rat mit der neu­en Ver­ein­ba­rung so kurz vor dem Jah­res­wech­sel ein Ver­spre­chen ein­ge­löst: Vor der Be­triebs­rats­wahl ha­be man den Ta­rif für al­le ein­ge­for­dert, „jetzt konn­ten wir das ge­mein­sam mit der Ge­schäfts­füh­rung um­set­zen“. Be­triebs­hof Blau­es Kreuz Hil­fe für Men­schen mit Be­hin­de­rung

FO­TO: AVEA

Die Mit­ar­bei­ter von Avea und Re­lo­ga wer­den ab 1. Ja­nu­ar nach dem glei­chen Ta­rif be­zahlt.

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