Rich­ti­ges Ziel, fal­sche Lö­sung

Bersenbrucker Kreisblatt - - POLITIK - Von Uwe West­dörp u.west­do­erp@noz.de

Wer­den Kin­der­lo­se un­fair be­han­delt, wenn sie hö­he­re So­zi­al­bei­trä­ge zah­len müs­sen als El­tern? Oder ist es nicht viel­mehr un­ge­recht, wenn El­tern ähn­lich stark zur Kas­se ge­be­ten wer­den, ob­wohl sie doch für die Bei­trags­zah­ler von mor­gen sor­gen und Kin­der­er­zie­hung ei­ne er­heb­li­che Be­las­tung dar­stellt? Mi­nis­ter Jens Spahn hat mit die­sen Fra­gen ei­ne hoch­e­mo­tio­na­le De­bat­te neu ent­facht, die als Ve­hi­kel zu be­nut­zen. Das kann man ma­chen, selbst das Ver­fas­sungs­ge­richt spielt da mit. Und doch blei­ben be­rech­tig­te Ein­wän­de ge­gen Son­der­re­ge­lun­gen – et­wa, wenn Men­schen un­ge­wollt kin­der­los blei­ben.

Zu­dem droht ein wei­te­rer Ver­stoß ge­gen das Äqui­va­lenz­prin­zip in der So­zi­al­ver­si­che­rung. Da­nach ist die Hö­he der Ren­te da­von ab­hän­gig, wie viel Bei­trä­ge je­mand ge­leis­tet hat.

Wenn Spahn nun ei­ne wei­te­re Um­ver­tei­lung zu­guns­ten der El­tern for­dert, ist das im Grun­de be­rech­tigt. Doch setzt er an der fal­schen Stel­le an. Bes­ser wä­re es, die Fa­mi­li­en steu­er­lich stär­ker zu ent­las­ten. Denn dann wür­de die ge­sam­te Ge­sell­schaft her­an­ge­zo­gen. Und um de­ren Zu­kunft geht es beim The­ma Kin­der ja schließ­lich auch.

schon höchs­te Ge­rich­te be­schäf­tigt, aber nichts von ih­rer Kom­ple­xi­tät und Bri­sanz ver­lo­ren hat.Es geht um aus­glei­chen­de Ge­rech­tig­keit und die Fra­ge, wie man sie her­stellt. Da­bei ist es in Mo­de ge­kom­men, die So­zi­al­ver­si­che­run­gen

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