Frank­reich be­schlag­nahmt Rya­nair-Flie­ger – Zah­lung

Bersenbrucker Kreisblatt - - WIRTSCHAFT - Dpa

BORDEAUX Frank­reich hat zeit­wei­se­e­inFlug­zeug­des­Bil­lig­flie­gers Rya­nair am Flug­ha­fen Bordeaux be­schlag­nahmt. Die iri­sche Air­line soll­te so ge­zwun­gen wer­den, öf­fent­li­che Mit­tel zu­rück­zu­zah­len, wie die zi­vi­le Luft­fahrt­be­hör­de ges­tern mit­teil­te. Die Flug­li­nie zahl­te ges­tern nach An­ga­ben der Be­hör­de rund ei­ne hal­be Mil­li­on Eu­ro – das Flug­zeug wur­de wie­der frei­ge­ge­ben. Von Rya­nair gab es zu­nächst kei­ne Be­stä­ti­gung.

Das mit 149 Pas­sa­gie­ren be­setz­te Flug­zeug war am Don­ners­tag­abend auf dem Weg nach Lon­don, als es si­cher­ge­stellt wur­de. Die Pas­sa­gie­re konn­ten den An­ga­ben zu­fol­ge mit fünf­stün­di­ger Ver­spä­tung noch am sel­ben Abend mit ei­nem an­de­ren Flie­ger nach Lon­don rei­sen.

Hin­ter­grund des Vor­falls ist ei­ne Ent­schei­dung der EUKom­mis­si­on aus dem Jahr 2014. Die Flug­li­nie wur­de da­mals auf­ge­for­dert, staat­li­che Bei­hil­fen zu­rück­zu­zah­len. Der Flug­ge­sell­schaft Rya­nair sei­en am Lo­kal­flug­ha­fen An­gou­lê­me in den Jah­ren 2008 und 2009 Kon­di­tio­nen ein­ge­räumt wor­den, die den Wett­be­werb ver­fälsch­ten, hieß es da­mals.

„Die Kom­mis­si­on stell­te fest, dass die­se Bei­hil­fe ei­ne rei­ne Be­triebs­bei­hil­fe dar­stell­te, die ge­währt wur­de, oh­ne ein Ziel von ge­mein­sa­mem In­ter­es­se zu ver­fol­gen“, so die Wett­be­werbs­hü­ter da­mals. Es sei be­dau­er­lich, dass derStaa­tals„letz­tesMit­tel“zu die­ser Maß­nah­me grei­fen muss­te, so die Luft­fahrt­be­hör­de über die Be­schlag­nah­me. Nach An­ga­ben des Flug­ha­fens wa­ren die 149 Pas­sa­gie­re be­reits an Bord des Rya­nair-Flie­gers und muss­ten ihn schließ­lich wie­der ver­las­sen.

Bei der Ma­schi­ne han­del­te es sich um ei­ne Bo­eing 737. Dem­nach wur­de die letz­te Zah­lungs­auf­for­de­rung im Mai an Rya­nair ge­schickt. Die Pas­sa­gie­re der Rya­nair-Ma­schi­ne sa­ßen

Fo­to: dpa/Tho­mas Frey

Be­schlag­nahmt: zu­nächst fest.

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