Pro­ble­me schön­re­den hilft nicht

Bersenbrucker Kreisblatt - - POLITIK - Von Me­la­nie Hei­ke Schmidt [email protected]

Als hät­te er nicht ge­nug zu tun: Jetzt soll Ro­nald Po­fal­la auch noch mit Zug­ver­spä­tun­gen Schluss ma­chen. Da­bei ob­liegt es dem In­fra­struk­tur­vor­stand der Bahn, den Fi­nan­zie­rungs­ver­trag mit dem Bund auf so­li­de Fü­ße zu stel­len. Ein Pro­jekt, das ta­ges­fül­lend sein dürf­te. Auch für die neu­en Leit­si­gna­le ist der frü­he­re Kanz­ler­amts­chef zu­stän­dig, eben­so für das Mam­mut­pro­jekt Stutt­gart 21, das sich bis­her an­ge­häuft und ver­schleppt wur­den, lö­sen sich nicht ein­fach auf. Statt­des­sen drängt sich ei­ne an­de­re Fra­ge auf: Be­rei­tet Lutz den Bo­den für Po­fal­la als sei­nen Nach­fol­ger? Das darf man ver­mu­ten, Po­fal­las Ehr­geiz ist ein of­fe­nes Ge­heim­nis. Auch hat er sich be­reits als Mi­nis­ter mit Bahn-The­men be­schäf­tigt. Fach­li­che Ex­per­ti­se darf man un­ter­stel­len.

Al­ler­dings hat Po­fal­la auch schon ein­mal ei­ne Kri­se – in dem Fall den NSA-Ab­hör­skan­dal – vor­schnell für be­en­det er­klärt. Ein Kniff, den er hof­fent­lich in die Mot­ten­kis­te ver­bannt hat. Denn die Bahn braucht kei­ne Ma­na­ger, die Pro­ble­me schön­re­den, son­dern sol­che, die sie lö­sen. Das ist der Kon­zern den ge­nerv­ten Kun­den schul­dig. Und dem Steu­er­zah­ler, der die elen­de Miss­wirt­schaft fi­nan­ziert.

vor al­lem als Mil­li­ar­den­grab pro­fi­liert hat. Nun auch noch Kri­sen­ma­na­ger? Re­spekt.Schon im Som­mer soll vie­les bes­ser sein, ver­spricht Bahn­chef Richard Lutz. Das sind na­tür­lich Luft­schlös­ser. Pro­ble­me, die über Jahr­zehn­te

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