Ber­sen­brück spielt um das gro­ße Geld

Lan­des­po­kal-Fi­na­le heu­te ge­gen Del­men­horst / Rö­ding­hau­sen ge­gen Wie­den­brück

Bersenbrucker Kreisblatt - - SPORT REGIONAL - Von Da­ni­el Bress­ler und An­dré Part­mann

BER­SEN­BRÜCK Vor­hang auf für das Nie­der­sach­sen­po­kal-Fi­na­le: Um 14.15 Uhr trifft Fuß­ball- Ober­li­gist TuS Ber­sen­brück heu­te auf den SV At­las Del­men­horst – vor gro­ßer Ku­lis­se im Ei­len­rie­de­sta­di­on in Han­no­ver. Der Sie­ger qua­li­fi­ziert sich für den DFB-Po­kal, darf mit bun­des­wei­tem Re­nom­mee und ei­nem war­men Geld­re­gen rech­nen. Das­sel­be gilt für den SV Rö­ding­hau­sen, der zeit­gleich zu Hau­se im West­fa­len­po­kal-Fi­na­le ge­gen den SC Wie­den­brück an­tritt.

„Ich bin mir si­cher, dass wir das ge­win­nen. Wir wer­den uns das nicht neh­men las­sen“, sagt Ber­sen­brücks Mit­tel­feld­mann Aa­ron Gold­mann. Die di­rek­ten Du­el­le in der Ober­li­ga en­de­ten 1:2 und 2:2 aus Ber­sen­brü­cker Sicht. „Wir ha­ben schon ge­sagt, dass die Er­geb­nis­se im­mer knapp wa­ren, weil wir ge­gen At­las noch nie ein rich­tig gei­les Spiel ge­macht ha­ben. Das jetzt könn­te so ein Spiel wer­den. Wir sind spie­le­risch klar bes­ser“, so Gold­mann.

Auch Team­kol­le­ge San­dro Hes­kamp glaubt, dass das End­spiel an­ders wird als die bei­den Li­ga­spie­le: „Wenn es drauf an­kommt, sind wir im­mer da.“Die Ber­sen­brü­cker kön­nen mit Druck­si­tua­tio­nen gut um­ge­hen. Als Bei­spie­le nennt Hes­kamp die ge­won­ne­nen Elf­me­ter­schie­ßen im Ach­tel- und Vier­tel­fi­na­le so­wie die zahl­rei­chen Hal­len­tur­nier­sie­ge zu­letzt. „ At­las kann mit der Sai­son und dem zehn­ten Platz nicht zuf­rie­den sein. Sie ha­ben in die­ser Sai­son zwei­mal den Trai­ner ge­wech­selt. Von da­her den­ke ich, dass sie mehr Druck ha­ben, um die Sai­son zu ret­ten“, so Hes­kamp.

Trai­ner Far­hat Da­hech ver­spürt vor dem Fi­na­le gro­ße Vor­freu­de: „Wir wol­len mit al­lem, was wir ha­ben, die­sen Po­kal für die Stadt Ber­sen­brück ho­len. Wir wer­den ver­su­chen, dem Spiel un­se­ren Stem­pel auf­zu­drü­cken, und müs­sen gleich­zei­tig be­reit sein, den Kampf an­zu­neh­men.“Denn dar­in lie­ge die Stär­ke des Geg­ners, der mit viel Men­ta­li­tät und lan­gen Bäl­len spie­le. Da­hech hat At­las zu­letzt mehr­fach vor Ort be­ob­ach­tet.

Per­so­nell hat der 62-Jäh­ri­ge kaum Sor­gen. Gold­mann, Hes­kamp und Ni­co­las Ei­ter sind leicht an­ge­schla­gen, aber ein­satz­be­reit. Im Tor ist Chris­toph Boll­mann ge­setzt. Da­vor dürf­ten Da­vid Lein­we­ber, Ei­ter, Ka­pi­tän Marc Flot­te­mesch und Da­ni­el Zim­mer­mann die Vie­rer­ket­te bil­den. Auf der Sech­ser­po­si­ti­on spie­len wohl Hes­kamp und Ger­rit Menk­haus. Kom­plet­tiert wird das 4-2-3-1 wohl von Gold­mann, Mo­ritz Wal­dow, Ma­lik Ur­ner und Max To­lischus. „Ich ha­be ei­ne Start­elf im Kopf “, sag­te Da­hech, oh­ne über das bis­her ein­zi­ge DFB-Po­kal­spiel der Ber­sen­brü­cker. Im Au­gust 1990 ver­lor der TuS 0:4 ge­gen Han­no­ver 96. Zeit­gleich schied der gro­ße FC Bay­ern Mün­chen durch ei­ne 0:1-Nie­der­la­ge bei Un­der­dog FV Weinheim auch aus. die­se preis­ge­ben zu wol­len.

Wie die Elf von At­las Del­men­horst reis­te auch der TuS be­reits am Tag vor dem Spiel nach Han­no­ver, ab­sol­vier­te ei­ne letz­te leich­te Trai­nings­ein­heit und über­nach­te­te im Ho­tel. Heu­te fol­gen aus Ber­sen­brück fünf Rei­se­bus­se und wei­te­re Klein­bus­se mit An­hän­gern. Im Vor­feld hat der TuS 564 Ein­tritts­kar­ten ver­kauft. Ins­ge­samt wur­den 1700 Ti­ckets ab­ge­setzt. Ein Rest­kon­tin­gent gibt es heu­te an den Ta­ges­kas­sen, wenn um 12.45 Uhr die Sta­di­on­to­re öff­nen. Die Be­geg­nung wird im Rah­men des vier­ten „Fi­nal­tags der Ama­teu­re“live in ei­ner gro­ßen ARD-Kon­fe­renz zu se­hen sein. Das Ein­zel­spiel wird auf sport­schau.de als Stream an­ge­bo­ten.

Ne­ben dem sport­li­chen Reiz ist die Par­tie auch aus fi­nan­zi­el­ler Sicht rich­tungs­wei­send. Der TuS hat im bis­he­ri­gen Tur­nier­ver­lauf 6250 Eu­ro er­wirt­schaf­tet. Un­ab­hän­gig vom Aus­gang be­kom­men bei­de Fi­na­lis­ten wei­te­re 6000 Eu­ro. Der Sie­ger darf sich durch den DFB-Po­kalEin­zug zu­dem auf 115 000 Eu­ro TV- Geld freu­en – da­zu kom­men wei­te­re Ein­nah­men und DFB-Prä­mi­en in der ers­ten Haupt­run­de.

In die will auch der SV Rö­ding­hau­sen um den aus der Ju­gend des VfL Os­na­brück stam­men­den Ab­wehr­chef Da­ni­el Flott­mann und Go­al­get­ter Si­mon En­gel­mann ein­zie­hen: Die Elf von Trai­ner En­ri­co Maa­ßen ist Fa­vo­rit ge­gen Li­ga-Kon­kur­rent SC Wie­den­brück. Da West­fa­len zwei Teil­neh­mer in den DFB-Po­kal ent­sen­det, hät­te der SVR auch im Fal­le ei­ner Nie­der­la­ge ei­ne wei­te­re Chan­ce: ein Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel zwi­schen dem bes­ten Team der Ober­li­ga West­fa­len und der bes­ten west­fä­li­schen Elf aus der Re­gio­nal­li­ga West um den DFBPo­kal-Platz. Soll­te der SVR als Re­gio­nal­li­ga-Drit­ter heu­te ver­lie­ren, gä­be es am 30. Mai ge­gen den TuS Hal­tern die zwei­te Chan­ce. Ge­winnt der SVR heu­te, spielt der SC Verl als Sieb­ter der West­staf­fel das Qua­li­fi­ka­ti­ons­spiel.

Li­ve­ti­cker

So be­rich­te­te die NOZ

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