Grü­ne: Be­las­tung der An­lie­ger sen­ken

Frak­ti­on for­dert nied­ri­ge­re Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge

Bersenbrucker Kreisblatt - - SAMTGEMEIN­DE ARTLAND - Ak­tu­el­les aus Quakenbrüc­k: noz.de/art­land

QUAKENBRÜC­K Nun er­reicht die Dis­kus­si­on über die Er­he­bung von An­lie­ger­bei­trä­gen beim Aus­bau und der Er­schlie­ßung von Stra­ßen auch die Stadt Quakenbrüc­k. Die Grü­nen-Frak­ti­on hat da­zu ei­nen An­trag ein­ge­bracht, der am Mon­tag, 27. Mai, im Aus­schuss für Pla­nen und Bau­en dis­ku­tiert wird. Von ei­ner Ab­schaf­fung ist dar­in al­ler­dings nicht die Re­de, wohl aber von ei­ner „deut­li­chen Re­du­zie­rung“.

Zu Er­schlie­ßungs- und Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­gen kön­nen al­le Grund­stücks­ei­gen­tü­mer der Stadt Quakenbrüc­k her­an­ge­zo­gen wer­den, die An­lie­ger von Stra­ßen und We­gen sind, die neu oder aus­ge­baut wer­den. „ Aus Sicht der Grü­nen sind so­wohl die in der gül­ti­gen Er­schlie­ßungs­bei­trags­sat­zung als auch die in der gül­ti­gen Stra­ßen­aus­bau­sat­zung fest­ge­leg­ten um­la­ge­fä­hi­gen Bei­trags­an­tei­le der Ei­gen­tü­mer viel zu hoch be­mes­sen“, schreibt Grü­nen-Frak­ti­ons­chef Andre­as He­ne­mann in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. Er for­dert ei­ne Än­de­rung.

Denn: Die bei Stra­ßen­aus­bau­maß­nah­men ent­ste­hen­den Kos­ten näh­men Grö­ßen­ord­nun­gen an, „die von den An­lie­gern ein­fach nicht mehr be­zahlt wer­den kön­nen“. Je nach Grund­stücks­grö­ße und Maß der bau­li­chen Nut­zung er­reich­ten sie häu­fig fünf­stel­li­ge Sum­men, teil­wei­se so­gar im ho­hen fünf­stel­li­gen Be­reich. Ver­schärft wer­de die­ses Pro­blem noch durch kon­junk­tur­be­dingt völ­lig über­zo­ge­ne Bau­prei­se, die die Bei­trags­kos­ten wei­ter in die Hö­he trie­ben. He­ne­mann: „Die we­nigs­ten der Be­trof­fe­nen ver­fü­gen über der­art ho­he fi­nan­zi­el­le Rück­la­gen, um die von der Kom­mu­ne ge­for­der­ten Er­schlie­ßungs­oder Aus­bau­bei­trä­ge oh­ne Schwie­rig­kei­ten be­zah­len zu kön­nen.“

Die Kon­se­quenz sei, dass in den meis­ten Fäl­len An­lie­ger ei­gens für Stra­ßen­aus­bau­maß­nah­men Kre­di­te auf­neh­men müss­ten. Die­je­ni­gen, die nicht über die­se Mög­lich­keit ver­füg­ten, sei­en ge­zwun­gen, ihr Grund­stück oder Tei­le da­von zu ver­kau­fen.

Be­son­ders be­trof­fen von den ho­hen An­lie­ger­bei­trä­gen sind nach Meinung der Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­nen äl­te­re An­woh­ner und jun­ge Fa­mi­li­en, „de­ren Le­bens­und Vor­sor­ge­pla­nun­gen er­heb­lich dar­un­ter lei­den“.

Die­se au­ßer­ge­wöhn­lich ho­hen fi­nan­zi­el­len Be­las­tun­gen dürf­ten den An­lie­gern nicht län­ger zu­ge­mu­tet wer­den, so He­ne­mann wei­ter. Da­her müss­ten so­wohl die Er­schlie­ßungs- als auch die Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­an­tei­le der Ei­gen­tü­mer deut­lich re­du­ziert wer­den, denn über die Er­schlie­ßungs­bei­trags­sat­zung wür­den nicht nur Stra­ßen und We­ge ei­nes Neu­bau­ge­bie­tes ab­ge­rech­net, son­dern auch be­reits seit vie­len Jahr­zehn­ten be­ste­hen­de Ver­kehrs­we­ge. „Dies ist das Min­des­te, was ge­tan wer­den soll­te, um die Bür­ger fi­nan­zi­ell zu ent­las­ten, zu­mal in et­li­chen Bun­des­län­dern und Kom­mu­nen gar kei­ne Aus­bau­bei­trä­ge von den An­lie­gern er­ho­ben wer­den“, heißt es in dem Grü­nen-Pres­se­text ab­schlie­ßend.

Die Sit­zung des Bau­aus­schus­ses be­ginnt am Mon­tag, 27. Mai, um 18 Uhr im Rat­haus.

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