Le­bens­raum statt Os­ter­feu­er

He­ge­ring zieht ers­te Bi­lanz / Kreis­spar­kas­se gibt 2000 Eu­ro

Bersenbrucker Kreisblatt - - SAMTGEMEIN­DE NEUENKIRCH­EN -

NEU­EN­KIR­CHEN Seit der Vor­stel­lung des He­ge­rin­gPro­jek­tes „Le­bens­raum statt Os­ter­feu­er“gibt es in Neu­en­kir­chen ei­ne neue Mit­mach­wel­le für den Ar­ten­schutz.

Nach­dem der He­ge­ring das Pro­jekt dem Aus­schuss Pla­nen, Bau­en und Um­welt der Samt­ge­mein­de vor­ge­stellt hat­te, be­schloss der Aus­schuss das Pro­jekt zu un­ter­stüt­zen und sich da­für ein­zu­set­zen, dass es auf die drei Mit­glieds­ge­mein­den aus­ge­wei­tet wird. In Ab­stim­mung mit der Ver­wal­tung wur­den ge­eig­ne­te Flä­chen aus­ge­wählt, und die Jä­ger des He­ge­rings konn­ten das Ast- und Strauch­holz in aus­rei­chen­der Ent­fer­nung zur Fahr­bahn zu klei­nen Ast­hau­fen nach dem Ben­jes-Prin­zip auf­schich­ten.

Mit der KLJB fan­den die Jä­ger ei­nen wei­te­ren Part­ner für das Pro­jekt. Die Land­juEi­ne Brenn­ton­ne gab es für die Nach­bar­schaft Lü­n­ort.

gend war sicht­lich er­leich­tert, dass sie ei­nen gro­ßen Teil des Ast­hol­zes für das Os­ter­feu­er an die Jä­ger ab­ge­ben konn­ten, weil das Feu­er je­des Jahr grö­ßer zu wer­den scheint.

Um nicht auf die Tra­di­ti­on

des Os­ter­feu­ers ver­zich­ten zu müs­sen, hat­te ei­ne Nach­bar­schaft ei­ne pfif­fi­ge Idee: Statt des Os­ter­feu­ers stell­te sie ei­ne Brenn­ton­ne auf. Der He­ge­ring war Feu­er und Flam­me für die Idee und stif­te­te der Nach­bar­schaft die Brenn­ton­ne. Dem Bei­spiel der Nach­bar­schaft Lü­n­ort folg­ten noch fünf wei­te­re Ver­ei­ne, Grup­pen und Nach­bar­schaf­ten, die das Os­ter­feu­er klei­ner mach­ten oder ganz dar­auf ver­zich­te­ten.

Bei der Über­ga­be der Brenn­ton­ne an die Nach­bar­schaft Lü­n­ort und die KLJB be­dankt sich He­ge­ring­lei­ter Tho­mas Lam­mer­ding bei der KLJB und der Nach­bar­schaft Lü­n­ort. Bernd Hei­ne­mann von der ge­mein­nüt­zi­gen Stif­tung der Kreis­spar­kas­se Ber­sen­brück be­dankt sich beim He­ge­ring für die­ses vor­bild­li­che Pro­jekt und sag­te ei­ne Un­ter­stüt­zung von 2000 Eu­ro zu.

Der He­ge­ring weist dar­auf hin, dass ein Ast­hau­fen nicht nur Schutz und Rück­zugs­ort für Wild­tie­re bil­det, er ist Le­bens­raum und Brut­platz für Sing­vö­gel wie Zaun­kö­nig und Rot­kehl­chen und gleich­zei­tig ein gro­ßes In­sek­ten­ho­tel. War­um nicht durch ei­nen Ast­hau­fen ein Stück mehr Na­tur wa­gen im Gar­ten? Je­der kann so ei­nen klei­nen An­teil zum Schutz von Sing­vö­geln, In­sek­ten und vie­ler an­de­rer Wild­tie­re leis­ten.

Fo­to: Frie­de­ri­ke Mey­er zu Wes­trup

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