Wel­che Imp­fung muss auf­ge­frischt wer­den?

Nicht je­der Schutz hält ein Le­ben lang / Emp­feh­lun­gen für Er­wach­se­ne

Bersenbrucker Kreisblatt - - GUT ZU WISSEN - Von El­ke Schrö­der

OS­NA­BRÜCK Nicht je­de aus­ge­las­se­ne Imp­fung sei ei­ne be­wusst aus­ge­las­se­ne Imp­fung, gab die Hei­sen­berg-Pro­fes­so­rin für Ge­sund­heits­kom­mu­ni­ka­ti­on Cor­ne­lia Betsch jüngst im Zu­ge der Dis­kus­si­on um ei­ne Ma­sernImpf­pflicht zu be­den­ken. Das Sys­tem sei kom­pli­ziert, denn „der Bür­ger muss selbst ans Imp­fen den­ken und wis­sen, wann er wie­der dran ist, Ärz­te ver­ges­sen im All­tag, vor al­lem Er­wach­se­ne ans Imp­fen zu er­in­nern.“

Die Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­li­che Auf­klä­rung emp­fiehlt al­len Er­wach­se­nen, re­gel­mä­ßig ih­ren Impf­sta­tus vom Haus­arzt über­prü­fen zu las­sen, auch Fern­rei­sen, Ver­let­zun­gen oder grö­ße­re Krank­heits­wel­len kön­nen da­zu Grün­de sein. Spä­tes­tens al­le zehn Jah­re soll­te man dar­auf ach­ten, dass ein pro­fes­sio­nel­ler Blick in den Impf­pass er­folgt.

Ein­mal ge­gen Ma­sern, Mumps, Rö­teln und Wind­po­cken ge­impft, hält die­ser Schutz ein Le­ben lang. Doch was ist, wenn man sich im Er­wach­se­nen­al­ter nicht mehr si­cher ist, ob man an Ma­sern in der Kind­heit er­krankt war oder da­ge­gen über­haupt be­zie­hungs­wei­se nur ein­mal ge­impft wor­den ist?

Ge­ne­rell rät die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (STIKO) beim Ro­bert-Koch-In­sti­tut (RKI) in sol­chen Fäl­len al­len Er­wach­se­nen, die nach 1970 ge­bo­ren sind, zu ei­ner ein­maDen Impf­sta­tus soll­te man auch als Er­wach­se­ner im Blick ha­ben. li­gen Imp­fung. Bei Per­so­nen, die vor 1970 ge­bo­ren sind, geht die STIKO da­von aus, dass sie mit „ho­her Wahr­schein­lich­keit die Ma­sern be­reits durch­ge­macht“ha­ben, des­halb ge­schützt sei­en. Wer je­doch un­si­cher in Be­zug auf sei­nen Impf­sta­tus ist, soll­te die­se Imp­fung nach­ho­len. Da­von ab­ge­se­hen, gibt es Imp­fun­gen, die man im Er­wach­se­nen­al­ter re­gel­mä­ßig er­neu­ern soll­te. Ei­ne Auf­fri­schung der Imp­fung emp­fiehlt die STIKO ge­gen­fol­gen­de In­fek­ti­ons­krank­hei­ten.

Te­ta­nus: Al­le zehn Jah­re ei­ne Auf­fri­schung ge­gen Wund­starr­krampf.

Diph­the­rie: Al­le zehn Jah­re, so­fern ei­ne Grun­dim­mu­ni­sie­rung be­steht. Bei Kon­takt zu Er­krank­ten oder Aus­brü­chen ge­ge­be­nen­falls auch frü­her.

Keuch­hus­ten (Per­tus­sis): Es reicht ei­ne ein­ma­li­ge Auf­fri­schung, mög­lichst in der Kom­bi­na­ti­on mit der Imp­fung ge­gen Te­ta­nus, Diph­the­rie und ge­ge­be­nen­falls Po­lio. Po­lio­mye­li­tis (Po­lio): Bei al­len Er­wach­se­nen, die kei­ne oder nur ei­nen un­voll­stän­di­gen Impf­schutz ha­ben, soll­te ei­ne Nach­holimp­fung ge­gen Kin­der­läh­mung er­fol­gen.

Ei­nen Impf­ka­len­der so­wie wei­te­re In­fos rund um das The­ma Imp­fen gibt es auf der Web­site imp­fen-in­fo.de.

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