Die Mei­nungs­frei­heit (Art. 5)

Bersenbrucker Kreisblatt - - HINTERGRUN­D -

„ Je­der hat das Recht, sei­ne Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äu­ßern und zu ver­brei­ten“– die­ser Satz ist für die De­mo­kra­tie so le­bens­wich­tig wie die Luft zum At­men. Er ga­ran­tiert, dass al­le Bür­ger ih­ren Un­mut über ge­sell­schaft­li­che Zu­stän­de je­der­zeit angst­frei kund­tun, öf­fent­lich die Re­gie­rung hef­tig kri­ti­sie­ren kön­nen, oh­ne staat­li­che Re­pres­sio­nen fürch­ten zu müs­sen. Wie die Mei­nungs­frei­heit aus­ge­übt und in Zwei­fels­fäl­len rich­ter­lich ge­schützt wird, gibt im­mer auch Auf­schluss über den ak­tu­el­len Zu­stand der Streit­kul­tur im Land. Wer die­ses Recht für sich in An­spruch nimmt, soll­te be­reit sein, die Wi­der­re­de aus­zu­hal­ten, und nicht ver­ges­sen: Die per­sön­li­che Be­lei­di­gung oder Her­ab­wür­di­gung ei­nes An­ders­den­ken­den schützt Ar­ti­kel 5 nicht.

ist Re­dak­teu­rin der NOZ im The­men­be­reich Kul­tur und Wis­sen.

El­ke Schrö­der

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