Das Asyl­recht (Art. 16a)

Bersenbrucker Kreisblatt - - HINTERGRUN­D -

Der Asyl­ar­ti­kel scheint über­holt, weil er längst eu­ro­päi­siert ist: Nach EU-Recht darf nie­mand in ein Land ab­ge­scho­ben wer­den, in dem ihm Ver­fol­gung droht – zu­stän­dig ist erst ein­mal der Staat, den ein Flücht­ling zu­erst er­reicht. Und auch das eu­ro­päi­sche Recht er­laubt Zu­rück­wei­sun­gen. Al­so weg mit dem Grund­recht? Nein! Das Grund­recht auf Asyl ist in Deutsch­land ei­ne Kon­se­quenz aus der Na­zi-Dik­ta­tur. In Zei­ten des an­hal­ten­den Zu­laufs bei den Rechts­po­pu­lis­ten – auch auf eu­ro­päi­scher Ebe­ne – wä­re ein In­fra­ge­stel­len oder gar ein Ab­schaf­fen da­her ein fal­sches

Si­gnal. Das Grund­ge­setz ist gleich­sam ein Ma­ni­fest men­schen­recht­li­cher Si­cher­heit und Ver­läss­lich­keit in un­se­rem Land. Das gilt ins­be­son­de­re für den An­spruch auf Asyl.

ist Re­dak­ti­ons­lei­ter des Del­men­hors­ter Kreis­blatts.

Micha­el Korn

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