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Bersenbrucker Kreisblatt - - IM GESPRÄCH -

ch, den gibt es noch? Je­des Mal wenn der Au­tor die­ser Zei­len sei­nen Kol­le­gen und Be­kann­ten da­von er­zähl­te, dass er ei­nen Te­le­fon­ter­min mit Alan Par­sons ha­be, war dies der zu­erst ge­sag­te Satz. Meis­tens ge­folgt von: „Klar, ,Ta­les of Mys­te­ry and Ima­gi­na­ti­on‘, die Plat­te hat­te da­mals doch je­der....“– of­fen­bar wirk­lich. Die­se Plat­te ver­mut­lich noch, die 2004 ver­öf­fent­lich­te „ A Va­lid Path“dann aber nicht mehr. Seit die­sem Aus­flug in die Elec­tro­ni­ca ist es et­was stil­ler ge­wor­den um Alan Par­sons, der erst jetzt wie­der mit neu­em Al­bum („The Se­cret“) und neu­er Tour­nee von sich re­den macht. Un­se­re te­le­fo­ni­sche Ver­ab­re­dung muss am Abend statt­fin­den – denn dort, wo der Klang­meis­ter in­zwi­schen lebt, ist es erst Vor­mit­tag.

Alan Par­sons, wo er­wi­sche ich Sie ge­ra­de?

Ich bin zu Hau­se, in San­ta Bar­ba­ra. Ich bin im Jahr 2000 hier­hin ge­zo­gen und ha­be 2003 mei­ne Frau ge­hei­ra­tet.

Im Ja­nu­ar war es ge­nau 50 Jah­re her, dass Sie ein paar Mi­kro­fo­ne auf ein Dach in Lon­don ge­stellt und sie ver­ka­belt ha­ben – weil dort die da­mals größ­te Band der Welt ein spon­ta­nes Li­vekon­zert ge­ben woll­te, näm­lich die Beat­les.

Das ist ei­ne groß­ar­ti­ge Er­in­ne­rung. Ich war da­mals 20. Und ich bin rück­bli­ckend im­mer noch dank­bar, dass ich da­bei sein durf­te, als die Beat­les das letz­te Mal als Band zu­sam­men auf­ge­tre­ten sind.

Wie wür­den die Beat­les heu­te klin­gen, wenn sie sich nicht ge­trennt hät­ten?

Ach, ich weiß nicht. Es le­ben ja gar nicht mehr al­le Beat­les, und al­lein das lie­ße sich wohl nicht än­dern. Da­mals, als die letz­ten Al­ben ent­stan­den, war die Band ja fak­tisch schon ge­trennt.

Mit sich zer­strei­ten­den Bands ha­ben Sie es ir­gend­wie. Wo­bei, als Sie mit Pink Floyd zu­sam­men­ge­ar­bei­tet ha­ben, war die Band noch gar nicht so zer­strit­ten. Für uns Mu­sik­fans in Deutsch­land ein gro­ßes Er­eig­nis war die gro­ße Pink-Floyd-Aus­stel­lung in Dort­mund…

Ach, die ist jetzt auch in Deutsch­land ge­we­sen? Klar, die ha­be ich in Lon­don ge­se­hen.

Was mich an der Aus­stel­lung am meis­ten fas­zi­niert hat, war ei­ne von ei­nem Fa­den ge­hal­te­ne Ket­te, an der die Band ei­ni­ge Mün­zen auf­ge­hängt hat­te – um mit die­ser Ket­te das Mün­zen­ras­seln für den Song „Mo­ney“zu er­zeu­gen. Sie wa­ren bei der Pro­duk­ti­on von „Dark Si­de of the Moon“als Ton­tech­ni­ker da­bei – er­in­nern Sie sich an die­se Ket­te?

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