Bersenbrucker Kreisblatt : 2019-05-25

IM GESPRÄCH : 36 : 8

IM GESPRÄCH

IM GESPRÄCH SONNABEND, 25. MAI 2019 8 Von Thomas Achenbach Ich habe ja niemals wirklich aufgehört. Wir waren viel unterwegs, haben live gespielt, ich habe ein Live-Album veröffentl­icht. Dann gab es das sinfonisch­e Projekt „Live in Colombia“, von dem wir auch ein Doppelalbu­m gemacht haben. Ich habe ein paar Singles gemacht. Also, ich war insgesamt nicht wirklich untätig. Trotzdem fällt auf, dass der Zeitraum bis zu einem neuen Album recht lang gewesen ist. Dass wir jetzt ein neues Album machen konnten, ist der Plattenfir­ma zu verdanken. Es gab lange Zeit kein Interesse an Rockalben, das Geschäft hat sich massiv verändert. Und „ A Valid Path“war seinerzeit ein ziemlich erfolglose­r Versuch, mit Electronic­a und anderen Klängen zu experiment­ieren. Ich hatte Freude daran, es aufzunehme­n, ich fand es interessan­t, sich einmal von den sonst üblichen Standards bei der Aufnahme eines Albums abzuheben. Aber ich bin jetzt wieder dorthin zurückgeke­hrt. „ A Valid Path“ist damals mehr so in meinem Schlafzimm­er entstanden, aber jetzt sind wir alle wieder so richtig im Studio gewesen. Wir haben ein analoges Mischpult benutzen können, auch wenn wir natürlich digital aufgenomme­n haben. Ich bin sehr froh, wieder zurück zu sein. Für Musikfans eine Freude: Lou Gramm, der Ex-Sänger von Foreigner, ist bei Ihrem neuen Album mit dabei – erstmals als Gastsänger bei Ihnen. Und ich habe ihn noch immer nicht persönlich getroffen… ( Wir haben die Aufnahme voneinande­r getrennt gemacht, die Musik hier in Kalifornie­n, und er war in New York im Studio. Ich hoffe, dass wir uns treffen werden, wenn ich in New York ein Konzert geben werde. lacht). Konzert ist ein gutes Stichwort – Sie sind derzeit wieder auf Tour. Viele Jahre lang waren Sie ja mehr so als Mastermind im Hintergrun­d, sogar bei Ihrem eigenen Alan Parsons Project – mögen Sie es eigentlich, auf der Bühne zu stehen? Warum Alan Parsons seit einigen Jahren allein unterwegs ist – und wie er die Chance verpasste, so groß zu werden wie „Yes“und andere Waren es nicht auch Rechtsfrag­en, die zur Trennung zwischen Eric Woolfson und Ihnen geführt hatten? Wir haben uns noch einmal getroffen. Er hatte übrigens niemandem etwas davon erzählt, dass er krank war. fasziniert mich. Ich bin allerdings noch nie wirklich als ein Magier aufgetrete­n. Aber Sie könnten? Ihr jüngstes Album ist vor wenigen Wochen erschienen und heißt „The Secret“– ein Konzeptalb­um, wie es typisch für Sie ist? schon bald neue Maßstäbe im Bereich des „Progressiv­e Rock“setzt – mit dem Album „Tales of Mystery and Imaginatio­n“(1976), das eine Vertonung der Werke von Edgar Allan Poe darstellt und zu einem Welterfolg wird. Zahlreiche weitere Alben folgen, wobei diese Platten allesamt dem Prinzip des Konzeptalb­ums verpflicht­et bleiben, sprich: Ein ganzes Album folgt einem übergeordn­eten Thema. Geboren am 20. Dezember 1948 in Lon- don, lernt Parsons bereits als Kind verschiede­ne Musikinstr­umente: Gitarre, Flöte und das Klavier. Inzwischen lebt er mit Ehefrau Lisa und zwei Töchtern im kalifornis­chen Santa Barbara. Seit der Trennung von Eric Woolfson und dem Ende des Alan Parsons Project in den 90er-Jahren ist Parsons solo unterwegs – oder mit dem „ Alan Parsons Live Project“auf Tour. Sein jüngstes Album mit dem Titel „The Secret“erschien im April. Tournee-Termine vom „Alan Parsons Live Project“: Am Freitag, 14. 6., in den Weser-Ems-Hallen in Oldenburg (20 Uhr), am Sonntag, 16. 6. auf der Stadtpark-Freilichtb­ühne in Hamburg (19 Uhr), am Dienstag, 18. 6. in Münster in der Halle Münsterlan­d und am Mittwoch, 19. 6. in Düsseldorf in der Mitsubishi-Halle. Noch mehr Interviews finden Sie im Internet auf noz.de/samstagsin­terview ache PRINTED AND DISTRIBUTE­D BY PRESSREADE­R PressReade­r.com +1 604 278 4604 ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY . ORIGINAL COPY COPYRIGHT AND PROTECTED BY APPLICABLE LAW

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