Im Zei­chen von Ad­ler und Hirsch

Bietigheimer Zeitung - - Das Samstagsthema -

Orts­wap­pen In ei­nem Schwer­punkt be­fasst sich die BZ mit Orts­wap­pen. Das­je­ni­ge des Land­krei­ses stammt von 1974.

Das Wap­pen des Land­krei­ses Lud­wigs­burg ist ei­ni­ger­ma­ßen jung. Es wur­de am 30. Au­gust 1974, ein Jahr nach der Kreis­re­form, ver­lie­hen. Doch sei­ne Be­stand­tei­le sind äu­ßerst tra­di­ti­ons­reich.

Das Kreis­wap­pen in Gold zeigt un­ter ei­ner lie­gen­den schwar­zen Hirsch­stan­ge ei­nen schwar­zen Ad­ler mit Kral­len, Schna­bel und Zun­ge in Rot. Es ist im Prin­zip der­sel­be Ad­ler, der heu­te als Bun­des­ad­ler dient, und es sind die Far­ben, wel­che die Na­tio­nal­flag­ge bil­den. Den Ad­ler als Herr­schafts­sym­bol ge­brauch­ten be­reits die Rö­mer. Im Jahr 800 über­nahm ihn Fran­ken­kö­nig Karl der Gro­ße, als er das rö­mi­sche Kai­ser­tum er­neu­er­te und auf das Fran­ken­reich über­trug.

Ad­ler steht fürs Reich

In den hie­si­gen Raum kam der Ad­ler, weil er zum Wap­pen der Reichs­stadt (Mark-)Grö­nin­gen wur­de. Er ist au­ßer­dem Teil der Reichs­sturm­fah­ne, dem Feld­zei­chen des Hei­li­gen Rö­mi­schen Rei­ches, die mit Graf­schaft, Burg und Stadt Grö­nin­gen ver­bun­den war. Als Graf Ul­rich III. von Würt­tem­berg 1336 die Reichs­stadt kauf­te, wur­de die­se zur Amts­stadt. Als Fol­ge er­hielt das Amt Grö­nin­gen (spä­ter Ober­amt), den Ad­ler als Wap­pen, kom­bi­niert mit der Hirsch­stan­ge, das Wap­pen­sym­bol der Würt­tem­ber­ger. Nach­fol­ger des Grö­nin­ger Ober­amts wur­den erst das Ober­amt Lud­wigs­burg im Neckar­kreis, dann der 1938 ge­bil­de­te Kreis Lud­wigs­burg und nach der Kreis­re­form von 1973 schließ­lich der heu­ti­ge Land­kreis Lud­wigs­burg. Da­bei wur­de das Wap­pen des Grö­nin­ger Amts mit dem Ad­ler und der Hirsch­stan­ge je­weils „wei­ter­ge­reicht“.

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