Main­zer Rad und Mond­ge­sicht

Bietigheimer Zeitung - - Bönnigheim Und Umgebung -

Orts­wap­pen Das Wap­pen von Bön­nig­heim wech­sel­te mehr­fach. Die ak­tu­el­le Form gibt es seit dem Jahr 1936.

Das Bön­nig­hei­mer Stadt­wap­pen ist in tie­fem Rot ge­hal­ten. Es bil­det zwei Din­ge ab: ein wei­ßes Rad mit sechs Spei­chen und dar­un­ter ei­nen Mond mit mensch­li­chen Ge­sichts­zü­gen.

Ur­kund­lich wird Bön­nig­heim erst­mals im Jahr 793 im Lor­scher Co­dex er­wähnt, als die hoch­ad­li­ge Non­ne Hild­burc die Ge­mein­den Bön­nig­heim, Er­lig­heim und Alt-Clee­bronn dem Klos­ter Lorsch schenkt. Mit der Ein­glie­de­rung des Klos­ters in das Erz­bis­tum Mainz 1234 kom­men die Gü­ter un­ter main­zi­sche Ober­ho­heit. Mehr­fach wech­sel­ten die Be­sit­zer.

Wäh­rend das Stadt­sie­gel von 1285 den Reich­sad­ler auf­weist, zei­gen spä­te­re Sie­gel wech­seln­de he­ral­di­sche Sym­bo­le, die die­se Be­sitz­ver­hält­nis­se wi­der­spie­geln. So ist im 14. Jahr­hun­dert das Büf­fel­ge­hörn der Her­ren von Sach­sen­heim zu se­hen. Im 15. Jahr­hun­dert trat das Main­zer Rad-Sym­bol des Erz­stifts, das die Ober­le­hens­herr­schaft über das in­zwi­schen ent­stan­de­ne Gan­er­bi­at aus­üb­te, an sei­ne Stel­le.

Schließ­lich kam im 16. Jahr­hun­dert der Mond hin­zu, der vi­el­leicht aus dem Wap­pen der Her­ren von Ma­gen­heim, eher aber aus dem der Pa­tro­nats­her­ren von Wöll­warth ab­ge­lei­tet ist, wie „LEO-BW“ver­mu­tet, das lan­des­kund­li­che In­for­ma­ti­ons­sys­tem für Ba­den-Würt­tem­berg. Nach dem Über­gang an Würt­tem­berg im Jahr 1785 wur­de das Rad zeit­wei­lig durch die würt­tem­ber­gi­sche Hirsch­stan­ge er­setzt, die 1921 zu­sam­men mit Rad und Mond die städ­ti­schen Stem­pel zier­te. Die jet­zi­ge Gestalt des Wap­pens be­steht seit 1936. Die Flag­gen­far­ben wa­ren schon 1921 im Ge­brauch.

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