Vie­le Ge­le­gen­hei­ten zum Dia­log

Bietigheimer Zeitung - - Stuttgart - Von Hei­de­ma­rie A. Hech­tel

STUTT­GART. Der Be­ginn der Wei­ma­rer Re­pu­blik vor 100 Jah­ren an­no 1919 war ei­nes der be­stim­men­den his­to­ri­schen The­men in den letz­ten Mo­na­ten. Die­ses Ju­bi­lä­um gibt auch den Jü­di­schen Kul­tur­wo­chen, die vom 4. bis 17. No­vem­ber statt­fin­den, ihr Mot­to un­ter ei­nem ganz be­son­de­ren Ge­sichts­punkt: Mit dem gro­ßen Bo­gen „1919–2019: In Ver­ant­wor­tung für die Ge­sell­schaft“soll ge­zeigt wer­den, dass jü­di­sche Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in der da­mals jun­gen De­mo­kra­tie ganz selbst­ver­ständ­lich Ver­ant­wor­tung über­nom­men ha­ben. „Genau so, wie sie es auch heu­te tun“, be­tont Bar­ba­ra Traub, Vor­stands­spre­che­rin der Is­rae­li­ti­schen Re­li­gi­ons­ge­mein­schaft Würt­tem­berg (IRGW).

Die Kul­tur­wo­chen wur­den vor 16 Jah­ren ins Le­ben ge­ru­fen, um die gro­ße Tra­di­ti­on und den Reich­tum der jü­di­schen Kul­tur in Li­te­ra­tur, Mu­sik, Thea­ter, Film und Wis­sen­schaft ge­ra­de hier in Deutsch­land zu zei­gen, Mög­lich­kei­ten zum Dia­log zu bie­ten und mit der Stadt­ge­sell­schaft ins Ge­spräch zu kom­men. Ein be­son­de­res An­lie­gen sei es, jun­ge Leu­te an­zu­spre­chen wie bei der Er­öff­nungs­ver­an­stal­tung am 4. No­vem­ber (19 Uhr) im Rat­haus, wo „jun­ge jü­di­sche Stim­men zu Ge­gen­wart und Zu­kunft“dis­ku­tie­ren.

Hoch­ka­rä­tig be­setzt, un­ter an­de­rem mit Götz Aly, ist das his­to­ri­sche Sym­po­si­um „Ju­den­tum in Deutsch­land nach dem I. Welt­krieg und wäh­rend der Wei­ma­rer Re­pu­blik“am 14. No­vem­ber im Haus der Ge­schich­te.

100 Jah­re Bau­haus ist das zwei­te gro­ße Ju­bi­lä­um die­ses Jah­res. Kaum ir­gend­wo lässt sich die ty­pi­sche Ar­chi­tek­tur heu­te noch bes­ser be­wun­dern als in Tel Aviv, der Wei­ßen Stadt, die The­ma ei­ner Aus­stel­lung im Rat­haus und ei­nes Vor­trags am 5. No­vem­ber eben­falls im Rat­haus (18 Uhr) ist. Als be­son­de­res High­light gilt der Do­ku­men­tar­film „Ask Ruth“über die Psy­cho­lo­gin, Se­xu­al­be­ra­te­rin und Ho­lo­caust-Über­le­ben­de Ruth West­hei­mer (92) am 14. No­vem­ber (19.30 Uhr) im Haus des Do­ku­men­tar­films.

In­for­ma­ti­on und Kar­ten­be­stel­lung un­ter kul­tur­wo­[email protected], Te­le­fon 07 11 / 5 05 40 61 24.

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