Ei­gen­ar­ti­ge Ent­wick­lung

Bietigheimer Zeitung - - Wirtschaft - Rolf Obert­reis

der­zeit die Ent­wick­lung der Kur­se nicht zu den wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen. Im Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na gibt es zwar Ent­span­nungs­si­gna­le, doch noch kei­ne Ei­ni­gung. Beim Br­ex­it gibt es nun end­lich ei­nen Ver­trag für ei­nen ge­re­gel­ten Aus­tritt, aber die Un­si­cher­heit bleibt. Zu­dem hat der In­ter­na­tio­na­le Wäh­rungs­fonds sei­ne Pro­gno­se für die Welt­wirt­schaft ein wei­te­res Mal ge­senkt – und Chi­nas Wirt­schaft wächst so lang­sam wie seit 27 Jah­ren nicht.

Doch Bör­sia­ner und Groß­an­le­ger, die vor al­lem das Ge­sche­hen im Ak­ti­en­han­del be­stim­men, ficht das nicht an: Sie ha­ben den Deut­schen Ak­ti­en­in­dex in der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che auf 12 814 Punk­ten ge­trie­ben. Das ist nicht nur ein neu­es Jah­res­hoch, es ist auch der höchs­te Stand seit Ju­li 2018. Auf ein­mal er­öff­net sich die Chan­ce auf ei­ne Jah­res­en­dral­lye. Schließ­lich zählt das vier­te Quar­tal in der Re­gel zu den stärks­ten Quar­ta­len an der Bör­se.

Mar­kus Rein­wand von der Lan­des­bank Hes­sen-Thü­rin­gen warnt je­doch vor zu viel Op­ti­mis­mus. Um das ak­tu­el­le Ni­veau zu stüt­zen, müss­ten die Er­war­tun­gen fürs Wachs­tum und die Un­ter­neh­mens­ge­win­ne dre­hen. Da­nach sieht es ak­tu­ell nicht aus. Auch Jan Nie­ßen von der Ber­li­ner We­ber­bank rät an­ge­sichts be­ste­hen­der Un­si­cher­hei­ten zur Vor­sicht. An­le­ger soll­ten de­fen­siv agie­ren. „Nach­rich­ten­ge­trie­be­ne Kurs­ge­win­ne zie­hen ak­tu­ell im­mer wie­der Pha­sen der Ent­täu­schung nach sich.“

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