Die Mei­nun­gen der Frak­tio­nen

Bietigheimer Zeitung - - Stuttgart -

CDU/ÖDP, Rai­ner Gans­ke: „Die Her­aus­for­de­run­gen für die Zu­kunft un­se­rer Re­gi­on sind und blei­ben ers­tens die Si­che­rung der Mo­bi­li­tät und de­ren Ver­ein­bar­keit im Zei­chen des Kli­ma­wan­dels und dem Ziel der Nach­hal­tig­keit. Zwei­tens: der ver­ant­wor­tungs­vol­le Um­gang mit der Land­schaft bei gleich­zei­ti­ger Not­wen­dig­keit von Ge­wer­be­flä­chen und der im­mer drin­gen­der wer­den­den Wohn­raum­pro­ble­ma­tik. Drit­tens: den sich ent­wi­ckeln­den An­for­de­run­gen und Ve­rän­de­run­gen in der Wirt­schaft mit al­ler not­wen­di­ger Trans­for­ma­ti­on als Ba­sis für Ar­beits­plät­ze und Wohl­stand in un­se­rer Re­gi­on.“

Grü­ne, An­dré Rei­chel: „Die größ­te Her­aus­for­de­rung ist der men­schen­ge­mach­te Kli­ma­wan­del und sei­ne öko­lo­gi­schen, wirt­schaft­li­chen und so­zia­len Fol­gen. Die an­de­re gro­ße Her­aus­for­de­rung ist tech­nisch-öko­no­mi­scher Na­tur: die Di­gi­ta­li­sie­rung. Es ist mei­ne Über­zeu­gung, dass wir dem Kli­ma­wan­del ak­tiv be­geg­nen kön­nen, wenn die Po­ten­zia­le der Di­gi­ta­li­sie­rung ge­nutzt wer­den, un­ter an­de­rem bei der Ent­wick­lung ei­ner nach­hal­ti­gen Mo­bi­li­tät. Dar­un­ter fal­len neue An­triebs­sys­te­me und der Wan­del in der Zu­lie­fer­ket­te, aber auch neue Mo­bi­li­täts­dienst­leis­tun­gen und Mo­bi­li­ty-on-De­mand.“

Freie Wäh­ler, Gerd Ma­isch: „Der In­di­vi­du­al­ver­kehr wird noch sehr lan­ge die Haupt­last der Mo­bi­li­tät tra­gen. Des­halb wird es auch wei­ter Stra­ßen­bau­ten ge­ben müs­sen, die den Men­schen die­nen, zum Bei­spiel im Stutt­gar­ter Kes­sel. Wir be­an­tra­gen des­halb ei­nen Sach­stands­be­richt zum Nord­ostring und zur Fil­der­auf­fahrt. Weil wir den Be­darf ken­nen, for­dern wir ei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­of­fen­si­ve für neue Ge­wer­be­flä­chen in den Kom­mu­nen.“

SPD, Ha­rald Raß: „Wir brau­chen ein neu­es Ver­kehrs­mo­dell, deut­lich weg von der Wind­schutz­schei­ben­per­spek­ti­ve hin zu mehr öf­fent­li­chem Ver­kehr. Ein Kern­the­ma bleibt die Schaf­fung von be­zahl­ba­rem Wohn­raum. Trotz dra­ma­ti­scher Pro­ble­me kon­zen­triert sich die Er­stel­lung kos­ten­güns­ti­ger An­ge­bo­te auf we­ni­ge Städ­te. Wir for­dern ei­ne Bi­lanz über ge­för­der­ten Woh­nungs­bau in den Kom­mu­nen.“

AfD, Joa­chim Hül­scher: „Der Ver­band muss dar­an mit­wir­ken, den wirt­schaft­li­chen Umund Ein­bruch ab­zu­fe­dern. Wir soll­ten des­halb nicht in Kli­ma­po­li­tik, son­dern in ein Glas­fa­ser­netz in­ves­tie­ren. Wir brau­chen auch ei­ne leis­tungs­fä­hi­ge In­fra­struk­tur – und das nicht nur auf der Schie­ne, son­dern auch auf der Stra­ße.“

FDP, Kai Bu­sch­mann: „Wir wol­len rea­len Klimaschut­z be­trei­ben, nicht nur For­de­run­gen auf­stel­len. Das heißt, durch die Re­gi­on An­rei­ze schaf­fen, ech­te Bäu­me zu pflan­zen. Wenn wir in der Re­gi­on viel­leicht hel­fen, ei­ne klei­ne Bür­ger­be­we­gung der Baum­pflan­zer zu ent­fa­chen, dann ha­ben wir Gro­ßes ge­leis­tet.“

Lin­ke/Pi­rat, Christoph Oza­sek: „Wird heu­te kein prä­ven­ti­ver Struk­tur­wan­del ein­ge­lei­tet und der öko­lo­gi­sche Ruck­sack deut­lich ab­ge­schmol­zen, so sind Sta­bi­li­tät und Wert­schöp­fung akut ge­fähr­det. Es gilt Kom­mu­nen zu durch­grü­nen, fuß­gän­ger- und rad­fah­rer­freund­lich zu gestal­ten.“

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